Wie gelingt es in Zukunft besser, an Fördermittel zu gelangen?

Von: sj
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Kreis Düren. Mit der Kultur ist das so eine Sache, finden SPD und Grüne in Stadt und Kreis Düren. „Kunst und Kultur werden generell bei festlichen Anlässen gerne über den grünen Klee gelobt. Doch bei den Haushaltsberatungen spricht die Politik eine andere Sprache”, bilanzieren die kulturpolitischen Sprecher beider Parteien.

„Kunst und Kultur sind nicht nur ein Thema für Sonntagsreden”, betont Liesel Koschorreck von der SPD. Ihre Kollegin Verena Schloemer von den Grünen fügt hinzu: „Kultur- und Bildungseinrichtungen sind die soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Basis für die Zukunft.” Doch diese Zukunft sei bedroht.

Nicht, weil in den Städten und Gemeinden des Kreises die Bedeutung von Bildung, Kunst und Kultur nicht erkannt werde. Doch angesichts der Haushaltslage der Kommunen müsse die Frage gestattet sein, ob es auch in Zukunft noch gelingt, ein dauerhaftes flächendeckendes und niedrigschwelliges Angebot vorzuhalten. „Ist Kultur nicht ein Stück Daseinsfürsorge?”, wirft Verena Schloemer die Frage auf, ob Investitionen in Museen und Musikschulen nicht eher Pflicht denn freiwillige Leistung sind.

Die Politikerinnen hoffen, dass ein im Juli 2011 von SPD und Grünen im Landtag angestoßenes Gesetz zur Förderung und Entwicklung der Kultur nach der Landtagswahl vorangebracht wird. So soll sichergestellt werden, dass auch Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept ein gewisses Mindestmaß an Kulturförderung betreiben können.

Doch auch die lokalen Handlungsträger sehen SPD und Grüne in der Pflicht. „Wir tun leider viel zu wenig und brauchen bessere Förderangebote. Gerade über die Kultur kann man die Kinder gut erreichen”, sagt Verena Schloemer. Es müsste mehr - und im Idealfall kostenlose - Angebote für Kinder und Jugendliche geben. „Es gibt viele Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und Europa-Ebene, von denen wir im Kreis profitieren können”, findet Verena Schloemer. Nur werde bislang viel zu selten ein Förderantrag gestellt.

Wie es gelingt, künftig besser Mittel einzuwerben sei eine der Fragen, die von allen Beteiligten im Kreis an einem Tisch diskutiert werden müsse. Schließlich werde die Kultur immer mehr auch zu einem Standortvorteil. SPD und Grüne regen an, eine Art „Kulturführer” für den Kreis zu erstellen, also eine Bestandsaufnahme zu machen. Und dann in einer breiten Runde gemeinsam Ziele für die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft zu formulieren. Nur Zusammenarbeit und Austausch seien echte Alternativen zu drohenden Kürzungen und Schließungen
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