Wichtige Weichenstellungen im Jubeljahr

Von: Jörg Abels
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Der neue Vorstand des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich (v.r.): Vorsitzender Thomas Müller, Pastor Josef Wolff als Vertreter des Regionaldekans, Elisabeth Kesseler, Geschäftsführer Lothar Frank und der zweite Vorsitzende Hans Lipperts. Foto: Abels

Kreis Düren. Wenn Thomas Müller von den Baustellen der kommenden Monate spricht, denkt der neue Vorsitzende des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich nicht nur an das 10,5-Millionen-Euro schwere Bauprojekt des Verbandes in Kreuzau.

Es sind vor allem strukturelle Fragen, die den neuen Vorstand beschäftigen. Da ist zum einen der bereits begonnene Umbau der Organisationsstruktur, der die vielfältigen Dienste und Angebote des Caritasverbandes im Kreis Düren regional in drei Zentren Nord, Mitte und Süd zusammenführt - mit jeweils einer Leitung als Ansprechpartner für die kirchlichen, aber auch politischen Gemeinden. „Da sind wir mitten im Umbruch”, betont Müller, „und müssen die neue Struktur jetzt mit Leben erfüllen”.

Jahresumsatz 30 Millionen Euro

Mindestens ebenso spannend ist eine zweite, mit der anstehenden Satzungsreform verbundene Frage. Kann ein „mittelständisches Unternehmen” wie der Caritasverband Düren-Jülich mit rund 850 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro weiter von einem größtenteils ehrenamtlich besetzten Vorstand geleitet werden?

Bevor der neue Vorstand des regionalen Caritasverbandes sich mit dieser Frage eingehend beschäftigen wird, geht der Blick gen Aachen. Der Diözesan-Caritasverband hat Bischof Heinrich Mussinghoff eine neue Rahmensatzung zur Genehmigung vorgelegt, die den regionalen Organisationen die Wahl zwischen drei Modellen offen lassen soll: Wie bisher ein fünfköpfiger Vorstand mit vier Ehrenamtlichen und einem Geschäftsführer, ein aus fünf Ehrenamtlern bestehender Vorstand mit einem beratenden Geschäftsführer oder einer hauptamtlichen Doppelspitze mit dem Caritasrat als Aufsichtsgremium.

Wie sich der Bischof entscheidet - ob er eine, zwei oder alle drei Modelle absegnet - ist für den Regionalverband von nicht unerheblicher Bedeutung. Denn im August geht Geschäftsführer Lothar Frank nach über 33-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand. Deshalb drängt ein wenig die Zeit, schließlich muss die Ausschreibung der Stelle im Frühjahr erfolgen. Und bis dahin würde der neue Vorstand am liebsten bereits wissen, wohin die Reise geht.

Dass der in Kreuzau mit dem Senioren-Wohnzentrum eingeschlagene Weg der richtige ist, zeichnet sich derweil immer konkreter ab. Während der Vorstand weiter ein waches Auge darauf werfen wird, dass die Baukosten von 10,5 Millionen Euro, von denen das Land NRW 4,82 Millionen beisteuert, nicht überschritten werden, erfreuen sich die 22 seniorengerechten Wohnungen im neuen Zentrum bereits größter Beliebtheit.

„Uns liegen bereits 125 Bewerbungen vor”, berichtet Geschäftsführer Lothar Frank von einem regelrechten Ansturm auf die Wohnungen, die im Sommer bezugsfertig sein sollen. Die Auswahl der Erstmieter erfolge nach sozialen Kriterien, betont Frank. Mit der Fertigstellung der übrigen Komponenten des neuen Zentrums, den 44 Pflegewohnplätzen, der Tagespflege, der Pflegestation und der Begegnungsstätte mit Caf, rechnet der Vorstand im Frühjahr/Sommer 2012.

Während die Eröffnung in Kreuzau noch Zukunftsmusik ist, steht eine weitere große Feier bereits vor der Tür. Am 2. Februar feiert der Caritasverband Düren-Jülich 100-jähriges Bestehen.
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