Düren - Wettbewerb: Das Dorf der Zukunft sollte vom Rand aus wachsen

Wettbewerb: Das Dorf der Zukunft sollte vom Rand aus wachsen

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Organisiert im Kreishaus den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Margarete Lersch. Foto: ch

Düren. Sie stehen schon in den Startblöcken: Rund 140 Bürgermeister, Ortsvorsteher, Rats- und Kreistagsmitglieder sowie anderweitig an der Zukunft der überwiegend ländlichen Orte im Kreisgebiet Interessierte informierten sich bei der Auftaktveranstaltung zum Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Aula der Dürener Landwirtschaftsschule, was sie tun müssen, um eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille zu erobern.

Mit seinem Vorläufer „Unser Dorf soll schöner werden“ hat der Wettbewerb übrigens nur bedingt etwas zu tun: „Grün bringt nur noch 20 Prozent“, stellte Margarete Lersch klar, die vom Kreishaus aus die Geschäfte leitet und die Zusammenkunft in der Schule organisiert hatte.

Substanzreich und engagiert informierte „die Mutter des Dorfwettbewerbes“, wie Dezernent Hans Martin Steins Lersch titulierte, über die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs. Was die Juroren bei ihrer Rundreise im Juni und Juli erfahren müssen, wie sie auf ihrer Rundreise empfangen werden wollen und wie nicht: Das alles und noch mehr erfuhren die Zuhörer von ihr aus berufenem Munde.

Dezernent Steins seinerseits ordnete „Unser Dorf hat Zukunft“ politisch ein und stellte dabei eingangs fest, dass es dabei schon lange nicht mehr um einen „Blümchen-Wettbewerb“ gehe – weswegen die Umbenennung auch eine ganz sinnige Sache sei.

„Viele kleine Orte haben mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen“, beschrieb Steins den Ist-Zustand und ergänzte mit Blick auf Geschäfte und andere Elemente der dörflichen Infrastruktur: „Oft sind die Versorgungseinrichtungen weg.“ Daraus leitete der Dezernent einen Appell an sein Publikum ab: „Dagegen müssen wir kämpfen; damit müssen wir umgehen.“ Uli Wildschütz vom „Büro Raumplan Aachen“ benannte als Gast, worauf es bei der Entwicklung von ländlichen Orten ankommt: „Die Dörfern wachsen an den Rändern“, da, wo Neubauten entstehen.

Um die Zukunft der Orte auf dem Land zu sichern, komme es darauf an, die Menschen, die sich in solchen Wohngebieten ansiedeln, in dörfliche Strukturen einzubinden. Ein wesentliches Instrument sind die „Dorfkonferenzen“, die Wildschütz und seine Kollegen unter anderem in Ederen und Merode begleitet haben.

Der Referent sprach sich nachdrücklich dafür aus, dieses Instrument der Willensbildung weiter zu nutzen. Die Begründung wirkte ebenso schlicht wie einleuchtend: „Da kann jeder zu Wort kommen.“ Ähnlich bürgernah wirkte da nur noch das Beratungsangebot von Margarete Lersch: „Ich gehe mit Ihnen durchs Dorf – und dann gucken wir mal, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen.“

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