Wasserverband Eifel-Rur: Mit modernen Anlagen gegen Klimakapriolen

Von: alba
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Düren. Von den Höhenzügen der Eifel bis ins flache Heinsberger Land erstreckt sich das Gebiet des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Ein „bewegtes Jahr” liegt laut Vorstand Professor Wolfgang Firk hinter dem Verband.

Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2011 spielte er damit in erster Linie auf die extreme Wechselhaftigkeit der Witterung an, statt auf „Hochwasser” in der Verbandsarbeit.

Intern habe es keine Besonderheiten gegeben beim WVER, in dessen Zuständigkeit das gesamte Einzugsgebiet der „deutschen” Rur mit 2087 Quadratkilometern Fläche fällt. Das Jahr 2011 sei von Wetterumschwüngen geprägt gewesen, die die Verantwortlichen und Mitarbeiter vor Ort beschäftigten: „Nehmen Sie die Schneefälle und die anschließende abrupte Schmelze. Oder die praktisch niederschlagsfreie Zeit im Frühjahr. Und schließlich den Monat November, in dem nichts vom Himmel fiel.”

In dieser Zeit habe es etliche Anrufe gegeben, ob denn die Wasserversorgung noch gesichert sei. Sie war es, versicherte Firk, und betonte: „Unser Talsperrensystem hat sich bewährt. Wir hätten noch mindestens sechs Monate Trockenheit überstanden.”

Es sei wichtig, das Einzugsgebiet des WVER, in dem sich unter anderem 44 Kläranlagen und sechs Talsperren befinden, für die Zukunft fit zu machen. Dies bedeute auch, auf kommende klimatische Veränderungen reagieren, betonte Vorstand Firk. Der jetzige Stand der Technik in den Kläranlagen entspricht dem der frühen 90er Jahre. Hier sehen die WVER-Spitzen die Notwendigkeit zur Nachbesserung und zu entsprechenden Investitionen. „Der Sanierungsbedarf zeigt sich an vielen Stellen, von den großen Anlagen in Düren oder Aachen bis hinunter zu den kleinen. Wir müssen die Anlagen pflegen”, bestätigte Gewässerdezernent Robert Steegmanns.

Stolz ist man beim WVER indes auf die Tatsache, dass die Beitragsobergrenze für die Mitglieder des Verbandes seit 2004 mit maximal 132 Millionen Euro nahezu unverändert geblieben ist. Zu den Mitgliedern gehören etwa Kommunen und Gemeinden sowie Industrie- und Gewerbebetriebe. Das Gros der Beiträge floss 2011 mit 108 Millionen Euro wie gehabt in den Bereich Abwasser und Entsorgung, der Rest in den Talsperren- und Gewässerschutz.

Der Verbandratsvorsitzende Paul Larue verglich die Arbeit schließlich mit dem Lauf der Rur: „Wir arbeiten grenzüberschreitend und europaorientiert.”
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