Kreis Düren - Vogelgrippe: Vorsichtsmaßnahmen, aber kein Risikogebiet

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Vogelgrippe: Vorsichtsmaßnahmen, aber kein Risikogebiet

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Vogelgrippe: Geflügelhalter aus dem Kreis und das Veterinäramt treffen Vorsichtsmaßnahmen. Foto: Stock/blickwinkel
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„In solchen Situationen ist ein einsamer Standort hilfreich“, sagt Richard Hansen über die Anlage in Müddersheim. Foto: smb

Kreis Düren. „Wir liegen nicht in einem Gebiet, das hochgradig gefährdet ist. Überall, wo viele Wasservögel sind, ist die Gefahr höher. Aber wir liegen nicht in den Zuglinien der Wasservögel“, erklärt Richard Hansen. Er ist der Verwalter der Hähnchenmastanlage in Müddersheim. Die Nachrichten über die Vogelgrippe lösen bei ihm „keine Panik“ aus.

Gleichwohl werden mit Blick auf die Krankheit Vorsichtsmaßnahmen getroffen. „Die Hygienevorschriften sind ja ohnehin sehr streng“, erklärt Hansen. Derzeit werde aber noch penibler auf die Einhaltung aller Regeln geachtet, damit keine Viren in die Anlage eingeschleppt werden.

Stärkere Desinfektion

„Die Mitarbeiter gehen sehr sensibel mit dem Thema um. Fahrzeuge, die zum Beispiel Futter anliefern, werden nochmal besonders desinfiziert“, schildert Hansen. Außerdem habe nur noch ein sehr eingeschränkter Personenkreis Zugang zu der Hähnchenmastanlage. „Wir wollen das Risiko so gering wie möglich halten“, erklärt er.  Gerade in Zeiten wie diesen freut sich der Gutsverwalter über die Distanz, die die Müddersheimer Anlage zu anderen Betrieben hat.

Apropos Distanz: Eigentlich, erzählt Hansen, sei für Dezember eine große Tagung im Emsland angesetzt gewesen. „Die ist aber abgesagt worden. Ein Aufeinandertreffen von vielen Tierhaltern wollte man damit verhindern.“  Während die Kollegen in anderen Teilen Deutschlands angespannt sind, ist Wilhelm Püllen aus Eschweiler über Feld noch nicht nervös. Seine Gänse hat er vorsichtshalber in den Stall gebracht. Die Freiland-Hühner würden aber weiterhin draußen bleiben. 

„Wenn Freiland-Hühner aufgestallt werden, ohne dass eine Stallpflicht besteht, dürfen die Eier nicht mehr als ‚Freiland-Eier‘ verkauft werden“, erklärt Amtstierärztin Dr. Mounira Bishara-Rizk. Wenn aber eine solche Pflicht auferlegt werde, dürften die Eier für eine Zeit lang weiter als Freiland-Eier vermarktet werden. 

Kein Risikogebiet

„Gott sei Dank liegt unser Hof nicht in einer Risikoregion, und wir leben in einer Region mit einer geringen Dichte an Geflügelbetrieben“, sagt Püllen. Er vertraut auf die Einschätzung der Fachleute: „Niemand würde ein Aufstallungsgebot hinauszögern.“  Auch Mounira Bishara-Rizk betont, dass der Kreis kein Risikogebiet sei. Hundertprozentige Sicherheit könne es aber nicht geben. „Die Natur hält sich nicht immer an die Grenzen von definierten Risikogebieten.“ 

Auch auf Püllens Hof gelten zur Sicherheit noch strengere Vorsichtsmaßnahmen: Weitere Desinfektionswannen wurden aufgestellt, zu den Tieren hat nur Zugang, wer unbedingt muss. Wilhelm Püllen: „Ich will hoffen, dass das Ganze überall glimpflich abläuft.“

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