Kreis Düren - VIV-Jahresveranstaltung so gut wie nie besucht

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VIV-Jahresveranstaltung so gut wie nie besucht

Von: fjs
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Hielt bei der VIV-Jahresanfang
Hielt bei der VIV-Jahresanfangsveranstaltung auf Burg Obbendorf einen äußerst interessanten Vortrag: Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Michael Winterhoff (Mitte), flankiert vom VIV-Vorsitzenden Dr. Stephan Kufferath (links) und dem Ehrenvorsitzenden Heinrich August Schoeller. Foto: Schröder

Kreis Düren. Der Vorsitzende der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung (VIV), Dr. Stephan Kufferath, schlägt vor, Finanzhilfen für Familien direkt in die Infrastruktur für eine bessere und gerechtere Bildung zu investieren.

Nur so könnten Kinder aus bildungsferneren Elternhäusern erreicht werden, nur so könnten sie einen besseren Zugang zu den Bildungsangeboten erhalten, betonte der Vorsitzende bei der VIV-Jahresveranstaltung am Mittwochabend auf Burg Obbendorf.

Die Bedeutung, die die Industrie der vorberuflichen Bildung beimisst, wurde mit Zahlen verdeutlicht: Rund 250 Schüler von Haupt- und Realschulen erhielten schulbegleitenden Mathematik- und Technikunterricht.

Im Rahmen der Begabtenförderung unterstützten die Industrieverbände zusätzlich 130 Schüler regionaler Gymnasien im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Und auch die Jahresauftaktveranstaltung auf Burg Obbendorf stand im Zeichen der Bildung. Der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Michael Winterhoff aus Bonn legte aus seiner Sicht dar, warum immer mehr Heranwachsende im Leben scheitern. Winterhoff zeichnete in einem sehr aufschlussreichen Vortrag psychische Reifedefizite bei Kindern und Jugendlichen auf.

Wohl noch nie war die VIV-Jahresanfangsveranstaltung so gut besucht. Rund 200 Gäste kamen nach dem Vortrag von Michael Winterhoff in sehr intensive Gespräche. Stoff dazu boten die Thesen des Bonner Psychiaters und Buchautors genug. „Es fehlt den Kindern das Erkennen von Strukturen”, betonte der Referent.

Er vertrat die Auffassung, „dass die derzeitigen Diskussionen in die falsche Richtung gehen”. Geändert hätten sich die Eltern, aber nicht die Probleme. Alle gesellschaftlichen Kräfte seien gefordert, sich sehr rasch den Kindern zu widmen, die in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind. „Sehe ich das Kind noch als Kind?”, fragte Winterhoff und ermutigte die Lehrer „nach außen zu gehen und zu sagen, was in der Schule nicht mehr stimmt”.

In seiner Begrüßung verwies der VIV-Vorsitzende Stephan Kufferath auf die Bilanz des erfolgreichen Jahres 2011 hin. Auf dieser Basis könne die Industrie mit Optimismus und Zuversicht in das neue Jahr gehen. „Die Vertrauenskrise der Finanzmärkte, die Staatsverschuldung und geschwächte Banken können uns natürlich jederzeit krachend vor die Füße fallen, aber daran glaube ich nicht.” Die 137 VIV-Mitgliedsunternehmen steigerten in den ersten neun Monaten des Vorjahres ihren Umsatz um elf Prozent.
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