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Verfolgung mit 150 km/h: Raser zeigen wenig Einsicht

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Heimbach. Das frühlingshafte Wetter am Wochenende lockte erwartungsgemäß viele Motorradfahrer auf die Straßen der Rureifel - dabei aber auch viele, die es mit den Tempolimits und sicherer Fahrweise nicht so genau nahmen.

Alleine auf dem beliebten Rundkurs um die Abtei Mariawald erwischte die Polizei 13 Motorradfahrer mit dem Videomotorrad, die viel zu schnell unterwegs waren und dabei auch noch rücksichtslos überholt hatten. Bemerkenswert: Alle Raser kamen aus dem Ausland. Sie wurden gleich vor Ort zur Kasse gebeten.

Besonders arg trieb es ein Quartett aus den Niederlanden. Die vier Fahrer tobten sich auf der kurvenreichen L 249 von der Abtei nach Heimbach aus, überholten alles, was sich ihnen in den Weg stellte und beachteten das Tempolimit von 50 km/h noch nicht einmal in den engsten Kurven. Der zuletzt Fahrende verlor schnell den Anschluss an die Gruppe, gab aber weiterhin Vollgas. Ein Polizeimotorrad folgte dem 32-Jährigen Raser aus Venlo - mit sage und schreibe 150 Km/h. Trotzdem gelang es dem Niederländer nicht, auf die Gruppe aufzuschließen. Für ihn kam in Heimbach das böse Erwachen, als er von der Polizei gestoppt wurde. In Deutschland darf der Mann in den nächsten drei Monaten nun nicht mehr fahren, zudem brummte ihm die Polizei ein Bußgeld in Höhe von 1.200 Euro auf, wovon er 900 Euro gleich vor Ort zahlen konnte.

Aber auch seine drei Motorrad-Kollegen kamen nicht ungeschoren davon. Sie konnten zwar nicht wegen der überhöhten Geschwindigkeit zur Verantwortung gezogen werden, mussten aber jeweils 100 Euro fürs verbotswidrige Überholen bezahlen.

Alle nahmen es erschreckend gelassen. Sie verabschiedeten sich mit den Worten: „Letztes Jahr haben sie uns nicht erwischt, jetzt ist es halt passiert.” Man gelobte aber für die Zukunft Besserung. Die Polizei hat angekündigt, die intensive Verkehrsüberwachung auf den Straßen der Dürener Rureifel fortzusetzen.
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