Kreis Düren - Verein Donum Vitae: Das Thema des Jahres heißt Inklusion

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Verein Donum Vitae: Das Thema des Jahres heißt Inklusion

Von: sj
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Eva Hellwig, Walter Amberg, Beate Nießen, Petra Müller, Ruth Maiß und Margret Schotte (von links) stellten den Jahresbericht der Beratungsstelle Donum Vitae vor. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Donum Vitae möchte bei der Inklusion neue Wege beschreiten. Komplettes Neuland betritt der Verein im Kreis Düren dabei aber nicht. „Wir haben bereits mit unseren sexualpädagogischen Beratungen bei Förderschulen gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin Ruth Maiß.

Der Verein wird sich in den Jahren 2013 und 2014 an einem Modellprojekt des Bundesverbandes beteiligen und will weitere Angebote rund um das Thema Inklusion entwickeln.

„Dabei denken wir auch an Kooperationen“, fügt Beraterin Petra Müller hinzu. Denkbar sei beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der „Schatzkiste“ des Rheinischen Blindenfürsorgevereins, einer Partnerbörse für Menschen mit Handicap. Die Mitarbeiterinnen von Donum Vitae könnten ihre Erfahrungen aus der Beratungsarbeit einbringen und Menschen mit Handicap auf dem Weg in Partnerschaft und vielleicht auch Elternschaft beratend begleiten, schlug Petra Müller bei der Vorstellung des Jahresberichts 2012 vor – und warf damit zugleich einen Blick in die Zukunft.

Die Beratungsarbeit des Vereins hat mehrere Schwerpunkte: Neben der Schwangerschaftskonfliktberatung gibt es die allgemeine Schwangerschaftsberatung, Gruppenarbeit mit jungen Schwangeren und Müttern, sexualpädagogische Angebote in Schulen und die Online-Beratung, umreißt die Vorsitzende Beate Nießen die zahlreichen Aufgaben des Vereins. Im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeiter der Beratungsstelle Kontakt zu 342 Ratsuchenden, es wurden 498 Gespräche geführt. 100 Frauen und 23 Paare suchten während der Schwangerschaft Rat in einer Konfliktsituation, 218 Menschen wandten sich mit Fragen zu Schwangerschaft, „Frühen Hilfen“ und mit Fragen zur finanziellen Unterstützung an Petra Müller und Ruth Maiß.

„Die Zahlen sind ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres“, bilanzierte Petra Müller. Allerdings sei die Zahl der Onlineberatungen im fünften Jahr nach Einführung des Angebots sprunghaft gestiegen. Dieses anonyme Angebot habe sich zu einem weiteren Standbein entwickelt. Verlässlichkeit in der Beratung gebe es auch online: „Ich habe eine 16-Jährige während ihrer ganzen Schwangerschaft begleitet“, berichtet Ruth Maiß.

Die häufigsten Gründe für einen Schwangerschaftskonflikt seien auch im vergangenen Jahr finanzielle und wirtschaftliche Nöte, das Gefühl einer psychischen Überforderung und die aus unsicheren Arbeitsverhältnissen resultierenden Belastungen gewesen. Petra Müller: „Wir schauen wie durch ein Brennglas auf Probleme der Gesellschaft.“

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