Kreis Düren - Unbürokratische Hilfe für Verbrechensopfer

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Unbürokratische Hilfe für Verbrechensopfer

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Foto: Hahn
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Kreis Düren. Verbrechensopfer, die unter den Folgen von ihnen zugefügter Gewalt leiden, haben nicht nur körperliche Schmerzen, sondern sind oft zudem verstört und wissen sich nicht recht zu helfen, auch wenn der Arzt ihnen die akuten Beschwerden schon genommen hat.

Rasche Hilfe tut aber gerade in solchen Fällen Not. Das sehen nicht zuletzt Gabor Szük, Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft West (CTW) mit Krankenhäusern unter anderem in Lendersdorf, Birkesdorf, Jülich und Linnich, so - und mit ihm seine Mitstreiter Eva-Maria Eschbach, Brigitte Filla, Peter Schmitz und Gerald Fack von der Außenstelle Düren-Jülich des Weißen Rings. Zusammen mit Medizinern und Pflegepersonal wollen Opferhelfer und CTW-Manager im Zuge einer verstärkten Zusammenarbeit alles daran setzen, damit Menschen nach einer Gewalttat in den vier Caritas-Hospitälern noch besser geholfen wird.

Einen Ehrenamtler für jedes Krankenhaus

Dazu soll beitragen, dass jedes Krankenhaus einen eigenen Ansprechpartner beim Weißen Ring, dessen derzeit 17 Ehrenamtler seit rund 30 Jahren in und um Düren aktiv sind, bekommt. Brigitte Filla wird so für das Birkesdorfer St.-Marien-Hospital, Peter Schmitz für die Einrichtungen in Linnich und Jülich sowie der bei der offiziellen Präsentation verhinderte Gerald Fack für das Lendersdorfer St.-Augustinus-Krankenhaus zuständig sein. Außerdem bekommt der Kooperationspartner der CTW Gelegenheit, seine Informationsschriften gut sichtbar in jedem einbezogenen Hospital auszulegen, so dass jedes Opfer und seine Angehörigen sich sofort darüber informieren können, wie die Organisation hilft.

Dass die Hilfe der Ring-Mitarbeiter dringen geboten ist - daran haben weder der Manager noch die Ehrenamtler einen Zweifel. „Es wird immer mehr”, schätzt Eva-Maria Eschbach die Brisanz des Problems ein. Es geht um eine Arbeit, die ein sehr vielschichtiges Konzept erfordert und des halb - so Eschbach weiter - „in einem Netzwerk mit Anwälten und Therapeuten” stattfindet. Und es geht um eine Arbeit, die, wenn der Doktor das Skalpell oder das Verbandsmaterial beiseite gelegt hat, erst richtig anfängt.

Opfer zum Gericht begleiten, ihnen den Weg zu Ärzten oder Psychologen ebnen und Etliches mehr - der Prozess der Heilung, der etwa nach einer Vergewaltigung oder einem Überfall in einem der CTW-Krankenhäuser beginnt, vollendet sich in der tätigen Solidarität der Helfer. Denn dabei geht es nicht nur um Wunden, die mit bloßem Auge leicht auszumachen sind.(ch)

Auskunft über die Arbeit des Weißen Rings im Kreis Düren gibt es bei Außenstellenleiterin Eva-Maria Eschbach.

Die Außenstelle ist erreichbar unter weisser-ring.eme@.gmx.de und unter 02421/972 383.

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