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Tour-Insiderin aus Jülich berät Stadt und Kreis

Von: Volker Uerlings
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Jenny Wuppermann aus Jülich sitzt bei der Tour de France in einem Begleitfahrzeug und zeigte Bürgermeister Axel Fuchs (l.) und Landrat Wolfgang Spelthahn (M.), was an der Strecke alles denkbar ist. Foto: Uerlings

Kreis Düren. Wenn der Tour-de-France-Tross am 2. Juli 2017 durch Jülich rauscht, ist das für viele Fahrer kein unbekanntes Terrain. „Sicher fast die Hälfte war schon mal hier“, sagt eine junge Frau, die es wissen muss, über ehemalige und aktuelle Stars der Szene.

Jenny Wuppermann (34) hat früher für die Schoberer Rad Messtechnik (SRM) GmbH aus Jülich gearbeitet, und Hightech aus der Herzogstadt war über viele Jahre praktisch in jedem Rad bei der Tour de France zu finden. Gründer und Geschäftsführer Ulrich Schoberer hat Messsysteme entwickelt, die die Leistungen messen, die Sportler während der Fahrt auf die Pedale bringen. Wuppermann fährt nun selbst bei der großen Schleife mit: als Physiotherapeutin im Begleitfahrzeug des südafrikanischen Teams Dimension Data by Qhubeka.

Fünf Etappensiege errang Wuppermanns Teams 2016, allein drei Topsprinter Mark Cavendish. Die 34-Jährige ist gebürtige und bekennende Jülicherin, die sich enorm darauf freut, dass dieses sportliche Großereignis quasi an ihrer Haustür vorbeiführt. Sie ist Nachbarin des Landtagsabgeordneten Josef Wirtz, der Stadt und Kreis darauf aufmerksam machte, dass in Jülich eine Tour-Insiderin wohnt. Bürgermeister Axel Fuchs und Landrat Wolfgang Spelthahn nutzen Wuppermanns Knowhow nur zu gern, wie sie nach einer ersten Besprechung mit ihr am Montagabend im Jülicher Rathaus erklärten.

Durch weltweite TV-Übertragungen sei der Werbewert enorm. „Eine lange Ortsdurchfahrt in Titz, eine schöne Vorbeifahrt in Aldenhoven und eine innerstädtische Runde in Jülich“, skizziert Wolfgang Spelthahn die genau 20,3 Kilometer der Tour im Kreis Düren. Die Herzogstadt mit Zitadelle, napoleonischem Brückenkopf und Hexenturm könne und müsse sich dem internationalen Publikum präsentieren. Die oberste Botschaft sei die Gastfreundschaft. Bürgermeister und Landrat wollen Ideen von Schulen, Kindergärten und Nachbarschaftsinitiativen sammeln, die die Strecke im Kreis in Szene setzen. Da bieten sich die zahlreichen Kreisverkehre zum Beispiel an.

Es soll (ideelle) Preise geben. Grundsätzlich halte man am ehrgeizigen Ziel fest, dass „kein Cent an öffentlichen Mitteln fließen soll“, sagt Spelthahn. „Wir suchen weitere Partner.“ Was wo an Ideen umsetzbar ist, wird aus einem Plan hervorgehen, der gerade entworfen wird, denn Kreis und Kommunen müssen sich an das Tour-Reglement halten. Heißt: Aktionen im Umfeld der Tour sind nicht an jedem Punkt der Strecke möglich. Unvermeidlich seien auch strikte Streckensperrungen Stunden vor und nach der Tour-Durchfahrt. „Die werden ohne Ausnahme gelten“, sagt der Landrat, der für Verständnis wirbt.

Bevor die Radprofis über die Straßen im Kreis sausen, braust die Werbekarawane über die Strecke. „170 Wagen, das ist ein bisschen wie Karneval“, erzählt Jenny Wuppermann.

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