Nordeifel/Kreis Düren - Straßenverkehrsamt Düren darf auch „MON“ und „SLE“ ausgeben

Straßenverkehrsamt Düren darf auch „MON“ und „SLE“ ausgeben

Letzte Aktualisierung:
7097056.jpg
Während Hubertus Zander und Bernd Gottschalk (v.l.) sowie Berthold Rüttgers und Günter Virnich (v.r.) Landrat Wolfgang Spelthahn ihre Unterschriftenlisten überreichten, wartet der mit einer guten Nachricht auf: Für Autofahrer aus dem südlichen Kreisgebiet sind die MON- oder SLE-Kennzeichen schon in Griffweite.

Nordeifel/Kreis Düren. Am Ende ging es schneller als erhofft: „Ich gehe davon aus, dass es jetzt nur noch eine Frage von wenigen Wochen ist, bis unser Straßenverkehrsamt die Altkennzeichen MON und SLE ausgeben darf“, überraschte Landrat Wolfgang Spelthahn seine Besucher vergangene Woche.

Berthold Rüttgers (Vossenack), Hubertus Zander (Heimbach), Bernd Gottschalk (Raffelsbrand) und Günter Virnich (Schmidt) waren völlig überrascht von der guten Nachricht. Denn sie waren ins Kreishaus Düren gekommen, um ihm die Liste der Unterschriften zu überreichen, die sie in den vergangenen Wochen gesammelt hatten.

Zahlreiche Kraftfahrer aus dem südlichen Kreisgebiet hatten sich eingetragen, um künftig statt auf DN- oder JÜL- auf MON- oder SLE-Kennzeichen zugreifen zu können. Im Raum Vossenack hatten zwei Drittel der Haushalte per Unterschrift dokumentiert, dass ihre alte Liebe zum MON-Blech seit 1972 nicht gerostet ist, im Bereich Schmidt sagte die Hälfte der Haushalte Ja zu MON.

Während das rührige Eifel-Quartett vor Ort Basis- und Öffentlichkeitsarbeit geleistet hatte, hatten Landrat Wolfgang Spelthahn und das Straßenverkehrsamt im Hintergrund gewirkt. Die Antwort aus Düsseldorf flatterte jetzt ins Kreishaus. „Die wiedereingeführten Altkennzeichen können nun auch in mehreren Verwaltungsbezirken zugeteilt werden“, berichtete der Landrat mit Verweis auf den druckfrischen Erlass des NRW-Verkehrsministeriums. So wird das Straßenverkehrsamt Düren künftig auch die Buchstabenkombinationen der Altkreise Monschau und Schleiden ausgeben dürfen.

Für die Kraftfahrer in der Städteregion Aachen und im Kreis Euskirchen sind sie – genau wie das JÜL im Kreis Düren – schon seit einiger Zeit wieder erhältlich. „Mit dieser tollen Nachricht haben wir so schnell gar nicht gerechnet“, war Berthold Rüttgers, der Sprecher der Initiative, völlig verblüfft. Dennoch werden die Unterschriften – darunter auch die prominenter Politiker aus dem Kreis Düren – via Düsseldorf nach Berlin geleitet.

„Unser Dank gilt allen, die uns unterstützt und unseren Aufruf unterzeichnet haben“, so Rüttgers. MON-Schilder werden im Kreis Düren nur an Kraftfahrer aus den Kommunen Nideggen und Hürtgenwald ausgegeben, SLE-Kennzeichen bleiben den Heimbachern vorbehalten. Bevor es so weit ist, sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen.

Neben dem formalen Antrag des Landes- an das Bundesverkehrsministerium muss in der Verwaltung eine digitale Infrastruktur geschaffen werden. In Zusammenarbeit mit den benachbarten Verwaltungsbezirken ist sicherzustellen, dass Kennzeichen nicht doppelt vergeben werden können.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert