SPD: „Die GWS ist gescheitert”

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Fordert eine schnelle Neuordnung der Wirtschaftsförderung im Kreis Düren: Jens Bröker. Foto: ja

Kreis Düren. Mit harscher Kritik reagiert die SPD-Kreistagsfraktion darauf, dass die bereits vor der Kommunalwahl im Herbst angekündigte Neuordnung der Wirtschaftsförderung immer noch auf sich warten lässt.

„Der Landrat vergeudet Zeit und Geld”, ärgert sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Bröker. „Jeder Tag, an dem die längst überfällige Neuordnung auf sich warten lässt, schadet.” Die GWS, so Bröker, habe sich in den vergangenen Jahren in internen Streitigkeiten, Fremdwährungsgeschäften und Immobiliendeals zerschlissen und verfüge über keinerlei strategische Ausrichtung.

Unterstützt wird Bröker bei seiner Kritik vom wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Raoul Pöhler. Gerade angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei das Versagen in der Arbeits- und Wirtschaftsförderung unverantwortlich. Nicht eine nennenswerte Unternehmensansiedlung sei dem Landrat bislang gelungen. Auch seien keine Arbeitsplätze in nennenswerter Zahl geschaffen worden.

Die Kreis-SPD fordert schon seit Jahren, die bisherige Struktur der Wirtschaftsförderung im Kreis zu revidieren. Zum einen bräuchten Städte wie Jülich und Düren eigene Instrumente zur Entwicklung lokaler Potentiale, zum anderen habe sich gezeigt, dass Immobiliendeals die Kreiswirtschaftsförderung dauerhaft nicht finanzieren könnten.

„Die GWS in der bestehenden Form ist gescheitert. Wirtschaftsförderung im Kreis muss völlig neu aufgestellt werden”, bekräftigen die Sozialdemokraten. Sie fordern, dass jetzt schleunigst neue Strukturen geschaffen werden. Dazu sollten die Mitarbeiter der GWS wieder in die Kreisverwaltung zurückkehren. Dort könnten die Aufgaben der Wirtschaftsförderung und Strukturpolitik neu gebündelt werden. Den Genossen schwebt eine dem Landrat beigeordnete Stabsstelle vor, die von einem wirtschafts- und strukturpolitischen Beirat aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gewerkschaften politisch koordiniert werden könnte.

Für die Genossen im Kreis führt der Weg einer effizienten Wirtschaftsförderung über ein Kreisentwicklungskonzept, in dem aus den Stärken des Kreises Düren eine „Mehrwertstrategie” entwickelt wird. Mit dem sogenannten wirtschaftlichen Leitbild des Kreises sei dafür schon eine wichtige Grundlage vorhanden.
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