Kreis Düren - Sparsamkeit als größte Einnahmequelle im Kreis

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Sparsamkeit als größte Einnahmequelle im Kreis

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Der Altersvorsitzende Karl-Heinz Heselhaus bemühte den römischen Philosophen Seneca, um seinen Kollegen bei der konstituierenden Sitzung des Kreistages ein Leitmotiv für die nächsten fünf Jahre ins Stammbuch zu schreiben: „Eine der größten Einnahmequellen ist die Sparsamkeit!”, sprach er von einer Lage, die noch nie so ernst war und von großen Herausforderungen, die auf den Kreistag warten.

Worte, die Landrat Wolfgang Spelthahn aufgriff. Als Folge der Krise würden die Belastungen in 2010 insbesondere im Sozialsystem steigen und sich die finanzielle Lage weiter verschärfen. Trotzdem solle das soziale Netz erhalten bleiben. „Wir dürfen Strukturen nicht kaputtsparen”, betonte der Landrat. „Gerade wir als Umlageverband aber müssen unserer besonderen Verantwortung für die 15 Städte und Gemeinden gerecht werden und abwägen, was wir angesichts angespannter Kassen gemeinsam tragen können.”

Stillstand ist es aber nicht, was Spelthahn vorschwebt. „Wir müssen versuchen, mit relativ geringen Mitteln, das Richtige zu tun”, kündigte er drei Schwerpunkte an. Er wiederholte die Absicht von CDU und FDP, als Zeichen der Familienfreundlichkeit die Kindergartenbeiträge im Kreis (ohne Stadt Düren) komplett abschaffen zu wollen, sprach von weiteren Investitionen in das Bildungssystem, in die kreiseigenen Schulen, aber in Kooperation mit den Kommunen auch in die gesamte Schullandschaft.

Und schließlich kündigte Spelthahn eine aktive Rolle des Kreises beim Ausbau der Infrastruktur an. Der Landrat verwies dabei nicht nur auf die mittlerweile bundesweit für Aufsehen sorgende Breitbandinitiative, sondern auch auf den ÖPNV. Der Lückenschluss des Schienennetzes mit den Verbindungen Linnich-Baal und Düren-Euskirchen habe oberste Priorität und müsste notfalls auch vom Kreis anfinanziert werden.

Spelthahn sprach von notwendigen Investitionen, auch mit Blick auf den angestrebten Bau eines Containerterminals im Kreis Düren, das viele Arbeitsplätze in Aussicht stellt. Allerdings stehe der Kreis Düren hier auch im direkten Wettbewerb zur Städteregion Aachen.

Zwei Einsprüche gegen das Wahlergebnis

Der Wahlprüfungsausschuss wird sich voraussichtlich Ende November mit zwei Einsprüchen gegen das Ergebnis der Kommunalwahl beschäftigen müssen.

Lothar Böling (Freie Liste) moniert wie auch in der Stadt Düren die Rechtmäßigkeit der Aufstellung der Kandidaten der Partei „Die Linke”, die NPD prangert in einzelnen Wahlbezirken Differenzen zwischen ihrem Landrats- und Kreistagswahlergebnis an.
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