Sophienhöhe: Neue Nistplätze sichern der Erhalt der Haselmaus

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Die europaweit streng geschützte Haselmaus trägt ihren Nachwuchs im Maul.

Hambach. Heimisch ist die Haselmaus in Mischwäldern mit reichem Buschbestand - in der Niederrheinischen Bucht ist sie charakteristisch für die dortigen Eichen- und Hainbuchenwälder und europaweit streng geschützt. Auch auf der rekultivierten Sophienhöhe am Tagebau Hambach werden dem kleinen Nager optimale Lebensbedingungen geboten.

Seit Jahren versucht RWE im Rahmen der Rekultivierung der Abraumhalde des Tagbaus Hambach, der Sophienhöhe, dort diese bedrohte Tierart anzusiedeln. Jetzt hat die Forstabteilung des Unternehmens auf der Sophienhöhe zusätzlich 100 spezielle Niströhren aufgestellt. „Die Nager bringen nur einmal im Jahr Junge zur Welt - ganz selten auch zweimal. In den Röhren können sie ihren Nachwuchs geschützt vor natürlichen Feinden aufziehen”, erklärt Ulf-Rainer Dworschak, Biologe der Fortstation des Bergbautreibenden.

RWE hatte bereits in der Vergangenheit auf der Sophienhöhe Nistkästen für die bedrohte Tierart angebracht. „In fast allen Kästen haben die Haselmäuse Nachwuchs großgezogen. Damit ist das seltene Tier in der rekultivierten Landschaft schon heimisch und eine Bereicherung für die Artenvielfalt im Wald der Sophienhöhe”, freut sich Dworschak.

Nun soll mit den neuen Nistkästen herausgefunden werden, in welchen Bereichen genau der kleine Nager unterwegs ist und wie er seinen Lebensraum besiedelt. Unterstützung bei der so genannten freilandökologischen Forschung bekam die Forstabteilung von der Ökologiestudentin Eliane Travers, die im Rahmen eines Praktikums bei der Forschungsstelle Rekultivierung Erfahrungen für ihre Masterarbeit sammelte.

Mit der Rekultivierung der Sophienhöhe wurde 1978 begonnen. Mittlerweile sind rund 90 Prozent der Fläche bewaldet. Seitdem sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten hier beheimatet. Darüber hinaus bietet die rekultivierte Fläche mehr als 100 Kilometer Wanderwege.
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