Rureifel mit höchsten Übernachtungszahlen seit 1991

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Kreis Düren. „Als die Zahlen für 2009 kamen, haben wir gestaunt”, berichtet Gotthard Kirch, Geschäftsführer der Rureifel-Tourismus.

Die vier Rureifel-Kommunen Heimbach, Nideggen, Hürtgenwald und Kreuzau konnten so viele Übernachtungsgäste begrüßen wie schon seit 20 Jahren nicht mehr. Insgesamt zählte das Landesamt für Statistik 166.000 Übernachtungen.

Die Stadt mit den höchsten Zuwächsen ist Heimbach, Bürgermeister Bert Züll kann auf ein Wachstum von 14,9 Prozent zurückschauen. „Uns ist nicht nur eine bessere Auslastung der Häuser gelungen, wir haben auch neue Betriebe angesiedelt. Erwähnenswert ist auch der Anstieg der Gäste aus dem Ausland, der 30 Prozent ausmacht”, freut sich Züll.

Auch Nideggen hat die Vorjahreszahlen verbessert und wartet mit über 66.000 Übernachtungen und einem zweiprozentigen Wachstum auf. „Schön, dass neben dem Tagestourismus auch die Übernachtungsgäste zunehmen”, sagt Margit Göckemeyer, die die Zahlen im neuen Amt zum ersten Mal in die Hand bekam.

Kreuzau bleibt mit knapp 10.000 Übernachtungen auf Vorjahresniveau. „Mit unserem Ortsteil Obermaubach sind wir nach wir vor ein immer beliebter werdendes Tagesausflugsziel”, erläutert Bürgermeister Walter Ramm.

Problem Geschäftstourismus

Weniger zufrieden ist man in Hürtgenwald; Axel Buch muss als Bürgermeister eine siebenprozentige Reduzierung der Übernachtungen hinnehmen. „In Hürtgenwald ist der Geschäftstourismus schon immer von größerer Bedeutung gewesen. Wir prüfen derzeit, inwieweit sich dieser durch die Wirtschaftskrise negativ entwickelt hat und unsere großen Hotels darunter leiden. Schade ist, dass die im letzten Jahr wunderschön hergerichteten Ferienwohnungen in Vossenack statistisch nicht erfasst werden. Aber auch die machen Umsatz.”

„Wichtige Faktoren für den positiven Trend sind der Nationalpark, gut funktionierende Angebote wie der Wildnis-Trail und ein immer dichter werdender ÖPNV”, sagt Geschäftsführer Kirch. Landrat Wolfgang Spelthahn unterstreicht die Bedeutung eines touristischen Gesamtkonzepts. „Mit dem Ausbildungszentrum für Nachwuchskräfte in der Gastronomie, der Internationalen Kunstakademie Heimbach und der im Bau befindlichen Jugendherberge in Nideggen gibt der Kreis kräftige Wachstumsimpulse. Schön, dass nun auch Privatleute die Initiative ergreifen. Ein herausragendes Beispiel ist der Seehof in Schwammenauel.”
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