Rot-Grün kritisiert Hygienevorschriften für Tagesmütter

Von: sj
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Kreis Düren. Die Bundesregierung will eine EU-Richtlinie mit strengen Hygienevorschriften für Tagesmütter vorschreiben - entgegen der Auffassung der NRW-Landesregierung und der EU-Kommission selbst.

Kritik an diesen Plänen gab es bereits vom Awo-Kreisverband. Auch die Grünen im Kreis und der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan fordern Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf, keine „Richtlinie gegen Tagesmütter zu erzwingen”. Dies hätte nicht nur eine massive Zunahme an Bürokratie zur Folge, sondern sei auch für die Betroffenen nicht umsetzbar. Die große Bedeutung gesunder Ernährung in der Kindertagesbetreuung werde den Tagesmüttern in der Ausbildung ausführlich erläutert.

Verena Schloemer, Fraktionssprecherin der Grünen in der Stadt und jugendpolitische Sprecherin im Kreistag, ist verärgert: „Eine solch unsinnige Debatte verunsichert die ohnehin miserabel bezahlten Tagesmütter und Tagesväter. Die Versorgung im Familienverbund kann nicht zu einem unnatürlichen sterilen Ort verkommen. Schließlich werden die Kinder nicht von einem Lebensmittelunternehmen versorgt.” „Diese Vorschriften sind lebensfremd”, urteilt der Sozialdemokrat Dietmar Nietan. Wer nur gelegentlich Lebensmittel zubereitet oder serviert, sei von den Regeln der europäischen Hygiene-Verordnung ausgenommen.

Die NRW-Landesregierung fordert nun mit einem Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, „die Regelungswut zu stoppen”, betonen die Grünen.
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