Kreis Düren - Polizisten üben scharfe Kritik an der Landesregierung

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Polizisten üben scharfe Kritik an der Landesregierung

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Kreis Düren. Empört reagiert die Kreisgruppe Düren der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den Beschluss des Landeskabinetts in Düsseldorf, den für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausgehandelten Tarifabschluss nur in Teilen übernehmen zu wollen.

„Die Landesregierung will ihren Beamten erneut ein Sonderopfer zur Sanierung des Landeshaushalts abverlangen”, klagt Mike Undorf, Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe Düren. Dabei habe Ministerpräsident Rüttgers monatelang angekündigt, den Tarifabschluss zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten zu übertragen.

Undorf erinnert daran, dass auch die Polizeibeamten bereits seit vielen Jahren durch Sonderopfer erheblich zur Konsolidierung des Landeshaushalts beigetragen hätten. „Nach wiederkehrenden Nullrunden gab es im letzten Jahr die erste Gehaltserhöhung seit 2004. Doch auch diese wurde vom Tarifabschluss zeitlich abgekoppelt und fiel mit 1,45 Prozent eher spärlich aus”, erklärt Undorf.

„Neben vielen anderen Kürzungen fielen insbesondere die Kürzung des Weihnachtsgeldes, Streichung des Urlaubsgeldes und die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich besonders ins Gewicht.” Alle per Gesetz erlassenen Einbußen beziffert der GdP-Kreisvorsitzende auf rund 20 Prozent Gehaltsverzicht.

Undorf kritisiert massiv die Haltung des Ministerpräsidenten, der sich persönlich seiner Verantwortung entzieht. Statt öffentlich zu erklären, warum er sein Versprechen, den Tarifvertrag eins zu eins auf die Beamten zu übertragen, brechen will, schicke Rüttgers seinen Finanzminister vor, um den Beamten per Flugblatt ein erneutes Sonderopfer zu verkünden.

„Die Polizeibeamten im Kreis Düren fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.” Deshalb nimmt Undorf die Landtagsabgeordneten in die Pflicht, auf die NRW-Regierung einzuwirken, um die Glaubwürdigkeit der Politik und ihr gesprochenes Wort wieder herzustellen.
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