Kreis Düren - Polizei will Zahl der Einbrüche weiter senken

Polizei will Zahl der Einbrüche weiter senken

Von: inla
Letzte Aktualisierung:
8756624.jpg
Der Leiter der Direktion Kriminalität, Jörg Malejka, und Sicherheitsberater Dietmar Schorn (rechts). Foto: Ingo Latotzki

Kreis Düren. Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit schlägt oft die Stunde der Einbrecher. Vor allem in den frühen Abendstunden suchen sie Häuser und Wohnungen heim – allerdings mit rückläufiger Tendenz, wie der Leiter der Dürener Direktion Kriminalität, Jörg Malejka, zu Beginn der landesweiten Aktionswoche „Einbruchschutz“ am Montag im Polizeipräsidium an der Aachener Straße sagte.

Die bisherige Aufklärungsarbeit habe Erfolg gezeigt. Während sich im Kreis Düren im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 465 Einbrüche ereigneten, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahr noch 428, ein Rückgang von acht Prozent. 20 Prozent der Fälle werden aufgeklärt.

Landesweit ging die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche um 4,8 Prozent zurück, dies sei eine „mutmachende positive Entwicklung“, sagte Kripo-Chef Malejka.

Um die Zahlen noch weiter zu senken, soll die Bevölkerung weiter sensibilisiert werden. Ohne die Bürger und deren wachsame Ohren und Augen sei es fast unmöglich, Einbrecher zu stellen. Deshalb sollten alle in ihrer Nachbarschaft darauf achten, ob es Ungewöhnliches gebe. Dies kann ein fremdes Auto sein, das mehrfach suchend durch die Straßen fährt oder Menschen, die Häuser im Blick haben oder fotografieren.

Eine genaue Regel, bei welchen Beobachtungen die Polizei eingeschaltet werden sollte, gebe es nicht, sagte Dietmar Schorn, der für die Bürger Sicherheitsberatung anbietet. Wichtig sei, auf das Bauchgefühl zu achten. Und bei einem Verdacht die Rufnummer Telefon 110 zu wählen, „lieber einmal zu viel als einmal zu wenig“.

Um Einbrüche möglichst zu vermeiden, müssten Haus und Wohnungen ausreichend gesichert sein. Dies betreffe alle fußläufig zu erreichenden Fenster und Türen. Durchschnittlich müsse mit einem Kostenaufwand von rund 3500 Euro gerechnet werden, sagte Dietmar Schorn. Günstiger könne es sein, Sicherheitsvorkehrungen bei einem Neubau zu treffen oder bei einer energetischen Sanierung eventuell auf Zuschüsse zu setzen.

Landesweit spricht die Polizei von einem Ost-/Westgefälle. An der Rhein- und Ruhr-Schiene ereignen sich mehr Einbrüche als in ländlichen Gebieten. Die Stadt Düren ist aufgrund ihres Ballungscharakters für das Kreisgebiet ebenso häufiger von Einbrüchen betroffen. Gerade jetzt im Herbst und Winter solle darauf geachtet werden, es Dieben nicht zu leicht zu machen. Unbeleuchtete Häuser seien für Einbrecher oft eine leichte Beute, hieß es.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert