Ostumgehung B56n wohl erst 2018 fertig

Von: Jörg Abels
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Düren/Münster. Nichts Neues in punkto Ostumgehung Düren: Auch ein halbes Jahr nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages mit dem zweiten Programm zur Infrastrukturbeschleunigung zur Anfinanzierung des 30-Millionen-Projekts für die Jahre 2013 und 2014 nach jahrelangem Kampf vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatte, steht der Landesbetrieb Straßenbau zwar in den Startlöchern und hat die vorbereitenden Arbeiten so weit wie möglich abgeschlossen, wartet aber weiterhin auf die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster.

Und ein Termin über die anhängende Klage eines Grundstücksbesitzers gegen die geplante Trassenführung der B 56n ist immer noch nicht terminiert, wie ein Sprecher des OVG am Mittwoch bestätigte.

Auch die 2011 vom Gericht erlassene aufschiebende Wirkung der Klage gilt weiter und auch nicht mehr vor dem Hauptverfahren aufgehoben. Der zuständige Richter sprach am Mittwoch von einer Verhandlung in der zweiten Jahreshälfte, wollte sich aber nicht genauer festlegen. Zunächst müsse die Kammer noch zwei Klagen gegen geplante Hochspannungsleitungen verhandeln.

Bahn-Sperrpause Ostern 2014

Athanasios Mpasios, zuständiger Planer der Ostumgehung beim Landesbetrieb Straßenbau in Euskirchen, hofft, dass eine Entscheidung noch bis Ende September fällt, um – bei einer Ablehnung der Klage zügig mit dem Bau beginnen zu können. Denn die Zeit drängt, schließlich will der Landesbetrieb auch die Sperrpause der DB-Hauptstrecke Köln-Aachen in den Osterferien 2014 nutzen, um erste Arbeiten für die B56n-Brücke über die Gleise auszuführen zu können.

Für die rund 6,5 Kilometer lange Ostumgehung rechnet Mpasios mit einer drei bis vier Jahre dauernden Bauzeit. Der Planer geht aktuell von zwei Bauabschnitten aus, einem südlichen von der Kölner Landstraße bis zur Stockheimer Straße, der zuerst in Angriff genommen werden soll, und einem nördlichen zwischen Kölner Landstraße über Heerweg bis zur verlängerten Schoellerstraße.

Für den ersten Abschnitt kalkuliert der Planer mit anderthalb Jahren, für den zweiten mit bis zu zwei Jahren, so dass die seit Jahrzehnte von Bürgern und Politik vehement geforderte Entlastungsstraße selbst bei einer Ablehnung des Klage wohl frühestens 2018 für den Verkehr freigegeben werden könnte.

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