Ortsvorsteherin kritisiert Landes-Dorfwettbewerb

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Krauthausen. Gerade hat Krauthausen im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” Bronze gewonnen und den Preis erhalten, da kommt von Ortsvorsteherin Gaby Schmitz-Esser „Kritik am Wettbewerb” und seiner Bezeichnung.

Sie macht die Bewertung am Beispiel Krauthausen fest, sie sei wirklich ein „subjektiver Eindruck”, erklärt sie unserer Zeitung.

Seit Jahren nehme Krauthausen am Kreiswettbewerb teil, die Kommission im Kreis Düren sei dabei stets begeistert von der Präsentation des Ortes. Anders beim Landeswettbewerb. Da könne Krauthausen vom Ortsbild her nicht mit einem Eifeldorf mithalten. „Wir setzen hier auf Gemeinschaftsgefühl”, betont die Ortsvorsteherin, auf Nachbarschaftshilfe und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten.

Bei der Landeskommission sei jedes Mitglied nur für einen Bewertungsbereich zuständig. „Man hat den Eindruck, dass dann auch nichts anderes interessiert. Sie ließen sich nicht begeistern”, bedauert Schmitz-Esser. Das sei auch diesmal wieder deutlich geworden, obwohl viel präsentiert worden sei.

Alle geforderten Bereiche habe Krauthausen „abgedeckt” und viel Arbeit investiert. „Ich erwarte, dass die Kommission auch alles gelesen hat und bei der Ortsbegehung nicht noch einmal alles erläutert werden muss”, beklagte die Ortsvorsteherin. Man habe aber immer noch den Eindruck, der Wettbewerb hieße „Unser Dorf soll schöner werden”.

Die Forderung der Ortsvorsteherin: „Die Kommission muss anders besetzt werden, der Bewertungsschlüssel soll sich am Zukunftsgedanken orientieren, nicht an der Gestaltung des Ortes. Wir bekommen eine Medaille, aber ohne Hinweis, was gut war und was nicht.”

Auf Nachfrage erhalte man den lapidaren Kommentar: „Wir beraten ja nicht.” Trotzdem sei man nicht frustriert zur Siegerehrung gefahren. „Wir wissen, was wir an unserem Dorf haben”, lobte sie. „Vor allem eine tolle Gemeinschaft.”
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