Kreis Düren - Oliver Krischer gegen Acht-Cent-Vergütung der Windkraft

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Oliver Krischer gegen Acht-Cent-Vergütung der Windkraft

Von: Antonius Wolters
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Die Steuerungselementen im Inneren der Windkraftanlage haben sich Bundestagsabgeordneter Oliver Krischer (v.l.) Niederlassungsleiter Frank Breuer sowie die beiden Projektleiter Bernhard Baumann und Bert Dreßen von Energiekontor angesehenw. Foto: Antonius Wolters

Kreis Düren. Frank Breuer, Niederlassungsleiter der Energiekontor AG, schaut zufrieden. Draußen weht eine steife Brise und im Inneren der Windkraftanlage deutet Breuer auf die Anzeige am Steuerungspults: Aus einer Windgeschwindigkeit von acht Metern pro Sekunde resultiert eine Leistung von rund 800 Kilowatt. Nur zwei Meter pro Sekunde fehlen noch, um die Nennleistung der Anlage von zwei Megawatt zu erreichen, die ab Windstärke fünf anliegt.

„Wir sind seit fast 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen aktiv und sehen dort auch in Zukunft enorme Entwicklungsmöglichkeiten“, erläutert Breuer. Allein im Kreis Düren betreut das Unternehmen diverse Projekte: In Titz ging der Windpark, an dem Energiekontor mit einer Investitionssumme von rund 8,5 Millionen Euro für seine beiden Anlagen beteiligt ist, Ende vergangenen Jahres ans Netz. Weitere Projekte, die unterschiedliche Planungsstadien erreicht haben, sind in Niederzier, Vettweiß, Kreuzau, Nideggen, Linnich und Jülich vorgesehen.

„In NRW besitzt die Windkraft das größte bis 2020 erschließbare Potenzial der erneuerbaren Energien“, sekundiert Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Bündnisgrünen und deren energiepolitischer Sprecher, beim Besuch des Windparks an der Grenze zum Rhein-Erftkreis. Doch um das Potenzial auch zu nutzen, benötigten die Projektentwickler Planungssicherheit für ihre Investitionen. In diesem Zusammenhang kritisiert Oliver Krischer den Vorschlag aus dem Umweltministerium, die Vergütung auf acht Cent festzusetzen, da das an vielen Standorten nicht auskömmlich sei. „Damit wird die Energiewende konterkariert“, sieht Krischer die geplanten Projekte im Kreis Düren gefährdet.

Gleichzeitig macht der Abgeordnete klar, dass auch die Grünen eine Reduzierung der Einspeisevergütung unterstützen, wenn auch mit Augenmaß. „Die technische Entwicklung hat dazu geführt, dass an den guten Standorten an der Küste tatsächlich Spielraum für zusätzliche Reduzierung der Vergütung besteht“, erläutert Krischer. „Die Vergütung darf aber nicht für ganz Deutschland über einen Kamm geschert werden.“ Er setzt sich vielmehr für eine standortabhängige Vergütung des Windstroms ein, damit dieser da produziert werden kann, wo er verbraucht wird. Damit werde auch der Ausbau der Netze entlastet.

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