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Neuer Rollschütz: Nach über 80 Jahren ist ein Austausch nötig

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Das Rollschütz an der Rurtalsperre Schwammenauel: Das alte Schütz ist schon seit 1935 in Betrieb und wird nun ersetzt. Foto: WVER

Nordeifel. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) setzt an der Rurtalsperre Schwammenauel ein neues Rollschütz zum Verschluss des Grundablassstollens ein. Es ersetzt das alte Schütz, das seit 1935 in Gebrauch ist.

Die Rurtalsperre Schwammenauel verfügt neben ihrem Dammkörper im (in Fließrichtung der Rur betrachtet) linksseitig gelegenen Fels über einen Grundablassstollen. Über diesen wird Wasser in das Staubecken Heimbach und damit in den Unterlauf der Rur abgegeben.

Dieser Stollen, der einen Durchmesser von fünf Metern hat, wurde beim Bau der Rurtalsperre in den Jahren 1934 bis 1938 zunächst genutzt, um die Rur an der Dammbaustelle vorbeizuleiten. Auf der Luftseite des Dammes wurde der Stollen mit Verschlussorganen beziehungsweise einer Umwegsleitung ins dort befindliche Wasserkraftwerk versehen.

Auf der Wasserseite wurde ein Rollschütz eingebaut, mit dem der Stollen seeseitig verschlossen werden kann, um ihn zu Revisionszwecken zu inspizieren oder auch Arbeiten an den Verschlussorganen vorzunehmen – wie zum Beispiel im Jahr 2005, als die alten Verschlussorgane ausgetauscht wurden.

Das bestehende Rollschütz hat eine Abmessung von fünf mal sieben Metern und wiegt 23 Tonnen. Über eine gleisgeführte Schieberbahn kann es vor ein Einlaufbauwerk zum Grundablassstollen gefahren werden. Diese Schieberbahn wurde bei der Erhöhung des Dammes in der zweiten Ausbaustufe in den Jahren 1955 bis 1959 entsprechend nach oben verlängert und führt das Schütz nun in eine Wassertiefe von bis zu 65 Metern. Am Rollschütz ist eine metallische Dichtleiste angebracht, die den Stollen gegen einen im Betoneinlaufbauwerk verankerten metallischen Dichtrahmen abdichtet.

Im Rahmen einer vertieften Überprüfung der Talsperre wurde wegen einer Vielzahl von festgestellten Schadstellen entschieden, das alte Rollschütz zu ersetzen. Dabei ist es aufgrund der am Grundablassstollen vorhandenen Einbausituation zwingend erforderlich, die bisherigen Abmessungen auch für das neue Schütz beizubehalten. Nach dem Einsetzen des neuen Rollschützes erfolgt die Funktionsprüfung, bei der auch die Dichtigkeit überprüft wird.

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