Kreis Düren - Nass, kalt und alles andere als ein Wonnemonat: der Mai

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Nass, kalt und alles andere als ein Wonnemonat: der Mai

Von: kjl
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Regen
Nach dem durchwachsenen Frühlingsstart brachte der Mai keine Besserung. Foto: dpa

Kreis Düren. Wie hatten sich die Menschen in der Region nach dem miesen Frühlingsstart auf den Mai gefreut – und dann das: Der Mai 2013 wurde einer der nassesten und kältesten Monate der vergangenen Jahrzehnte.

Als Folge liegen die alternativen Energiequellen (Wind und Sonnenschein) deutlich hinter dem langjährigen Soll zurück. In den Hochlagen gab es am 23. Mai sogar noch einmal eine dünne Schneedecke zwischen Monschau-Mützenich und dem Venn. Am 24. Mai fiel sogar Schneeregen in Schauern bis herunter nach Zülpich und Vettweiß, das gab es zuletzt 1954.

Betrachtet man die Monatsmitteltemperatur von 11,8 Grad in Düren, 11,9 Grad in Linnich-Gevenich und 9,9 Grad im Raum Vossenack, so zeigen die Statistiken eine negative Abweichung von 1,3 Grad auf den Bergen und sogar 2,0 Grad im Bördenraum. In den vergangenen 30 Jahren waren nur die Maimonate 2010, 1991, 1987 und 1984 noch ein Grad kälter. Den absoluten Negativrekord der vergangenen 75 Jahre hält der winterliche Mai 1941 mit nur 9,5 Grad in Düren (der wärmste erreichte 1989 sogar 15,5 Grad).

In diesem Jahr gab es im Kreis Düren nur zehn Tage mit einem Maximum von mehr als 20 Grad, sowie erstaunliche zwei Tage die in Düren unter zehn Grad blieben. Mit einem Maximum von 26,2 Grad in Vettweiß, 26,5 Grad in Nörvenich und 26,7 Grad in Hambach wurden am 6. Mai die ersten und bis zum 6. Juni auch einzigen Sommertage im Kreis Düren beobachtet.

Verspätete Eisheilige

Die kühlsten Nächte und damit verspätete Eisheilige lieferte das letzte Maidrittel. Am 24. und 25. Mai wurden die niedrigsten Maitemperaturen des letzten Drittels seit dem 28. Mai 1957 beobachtet. Anbei eine Auflistung einiger Fröste, die den Maispflanzen, den Erdbeerblüten und in den Tallagen auch den Kartoffeln und Bohnen schadeten: Hergarten minus 1,3 Grad, Heimbach minus 0,8 Grad (Boden minus 3,0), Schmidt minus 0,3 Grad (Boden minus 3,0), Drove 0,1 Grad, sowie Düren Rurtal 0,5 und am Boden minus 2,5 Grad.

Der kalte Wonnemonat Mai fiel – wie bereits angedeutet – regelrecht ins Wasser, wenn auch ohne große Überschwemmungen. Nur wenige Gewitter (beispielsweise am 7. und 28. Mai) zogen über uns hinweg, dafür war die Abfolge der Tiefdruckgebiete umso zahlreicher. Die Landwirte wird es gefreut haben, denn die Getreidefelder erstrahlen in sattem Grün. Der Spargel dagegen kam spät und blieb teuer – ähnlich wie derzeit die Erdbeeren.

Die Regensummen in der Rureifel unterschieden sich kaum von den Mengen in den Niederungen. So sammelte der Beobachter in Schmidt 72 Liter pro Quadratmeter, in Hergarten 87 Liter, in Vettweiß 87 Liter, in Brandenberg und Gevenich 99 Liter, in Düren 100 Liter, in Heimbach und Drove 107 Liter, in Soller 115 Liter und in Vossenack 120 Liter. An vielen Stationen fiel die doppelte Regenmenge des normalen Maimonats.

Bei andauerndem Tiefdruck hatte die Sonne Schwierigkeiten, sich gegen Regenwolken durchzusetzen. Als Folge wurden verbreitet nur 75 Prozent der üblichen Sonnenstunden gezählt, hier einige Beispiele: Heimbach 108 Stunden, Vossenack 125, Zülpich 143, Schmidt 150, Linnich 159, Düren 164 und Drove 174 Stunden.

Es bleibt zu hoffen, dass der Sommer jetzt im Juni richtig in Fahrt kommt. Weitere Sommertage sollen in den nächsten Tagen unser körperliches und seelisches Wohlbefinden deutlich steigern. Bis Sonntag kann sogar die erste Heuernte eingefahren werden. Nach sieben Tagen Sommerwetter drohen am Sonntag erste Gewitter in unserer Region.

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