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Nach Hartz IV: Frischgebackene Feinwerkmechaniker bekommen Zug ins Berufsleben

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Durch außerbetriebliche Ausbildung zum Erfolg (v.l.): Christopher Schulz, Rene Schrickel, David Policht und Tobias Engels haben ihren Gesellenbrief als Feinwerkmechaniker nach verkürzter Lehrzeit in der Tasche. Wegen ihres großen Engagements würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn die vier nun als Vorbilder für andere Langzeitarbeitslose.

Kreis Düren. Das kleine Präsent, das Tobias Engels, David Policht, Rene Schrickel und Christopher Schulz Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt im Kreishaus als Erinnerung an den gemeinsamen Termin überreichten, hat Symbolwert. Die Junggesellen - die vier sind frischgebackene Feinwerkmechaniker, Fachrichtung Maschinenbau - schenkten ihm eine kleine selbstgefertigte Dampflok aus Metall.

Für die jungen Männer war es höchste Eisenbahn, mit einer fundierten Ausbildung Zug in ihr Berufsleben zu bekommen, um nicht auf dem Abstellgleis zu landen. So nutzten die Hartz-IV-Empfänger die Chance, die ihnen die Job-com und die gemeinnützige Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) angeboten hatten mit Volldampf und erreichten ihr Ziel weit vor dem Fahrplan: In nur zweieinhalb Jahren - üblich sind dreieinhalb - absolvierten sie die außerbetriebliche Ausbildung und haben nun den Gesellenbrief in der Tasche. Tobias Engels gehörte sogar zu den Innungsbesten. Er absolvierte die praktische Prüfung mit „sehr gut” und die theoretische mit „gut”.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der DGA, gratulierte den vier jungen Männern jetzt herzlich zu ihrem Erfolg. „Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit denkbar ungünstig sind, haben sie angesichts des erwarteten Fachkräftemangels beste Perspektiven. Mit ihrem Wissen, Können und dem gezeigten Engagement werden sie beruflich erfolgreich sein”, prophezeite er.

Im Beisein der DGA-Geschäftsführer Astrid Küpper und Hans-Joachim Deutz, ihren ehemaligen Anleitern Marcus Ellinghoven und Norbert Bosau sowie Michael Alt als Vertreter der Job-com überreichte er den vier Junggesellen Urkunden, die ihnen ihr großes Engagement und ihre Vorbildfunktion bescheinigen. „Es ist doch immer wieder erfreulich, wenn sich junge Menschen aus dem Hartz-IV-Bereich mit vermeintlich schlechteren Startbedingungen so gut präsentieren”, waren sie sich einig.

Um am Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, hatte die Job-com des Kreises Düren 2007 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Beschäftigungsträgern rund 90 außerbetriebliche Ausbildungsplätze geschaffen und geeignete Kandidaten aus ihrem Kundenstamm ausgewählt. Gut drei Millionen Euro aus Bundesmitteln wurden für die Maßnahme bereitgestellt. Auch wenn sie noch auf Stellensuche sind, sehen Tobias Engels, David Policht, Rene Schrickel und Christopher Schulz nun Licht am Ende des Tunnels.

Spätestens wenn die Weltwirtschaft wieder in Fahrt kommt, wollen sie auf den Zug aufspringen. „Ich will endlich mein eigenes Geld verdienen”, hofft nicht nur Rene Schrickel auf grünes Licht.

Wer an der Mitarbeit der Feinwerkmechaniker interessiert ist, wendet sich bei der DGA an Norbert Bosau (Telefon: 02421/9909922) oder bei der Job-com an Günter Steckenborn (Telefon: 02421/221675).
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