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Lückenschluss in der Müllentsorgung: Neues Center an der B56

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Wie auf einer Perlenkette aufgereiht warten die frisch lackierten Container auf ihre Befüllung. Foto: Abels
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In der halle des ehemaligen Parkettherstellers wurden Schüttboxen eingerichtet, unter anderem für Grünschnitt.

Düren/Jülich. Noch stehen die grünlackierten Container unbenutzt auf dem Gelände eines ehemaligen Parkettherstellers im Gewerbegebiet Rurbenden. Nur Schilder lassen erkennen, was sie einmal aufnehmen sollen: Altholz, Altreifen, Altpapier, Mineralfasern und einiges mehr. Doch das wird sich ab Mittwoch ändern.

Dann eröffnet die AWA Entsorgung GmbH an der Neue Straße in Huchem-Stammeln ein neues Entsorgungscenter für private Abfälle aller Art. „Das unterschiedet uns von unseren Mitwerbern“, erklärt AWA-Sprecher Michael Uhl. Will heißen: Im Entsorgungszentrum Rurbenden können neben Wertstoffen und Abfällen auch Schadstoffe aller Art in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden, zum Beispiel Lacke, Farben, Altöl, bis zu einer Menge von 15 Kilogramm kostenfrei.

Der neue AWA-Geschäftsführer Frank Wolff und Landrat Wolfgang Spelthahn (AWA-Aufsichtsratsvorsitzender) sprachen am Montag bei der Vorstellung des 400.000-Euro-Projekts von einem „Lückenschluss für eine umweltgerechte Entsorgungsmöglichkeit in der Region“.

Im direkten Einzugsgebiet mit einem Radius von 15 Minuten Fahrzeit wohnen rund 120.000 Menschen, betonte Wolff. „Viele pendeln zum Einkaufen, Wohnen und Arbeiten zwischen den Städten Düren und Jülich hin und her und können auf diesen Wegen auch ihren Müll entsorgen.“

Interessant ist das neue Entsorgungszentrum für Bürger der Gemeinde Niederzier, aber auch die Indener und Jülicher gehören zur direktem Zielgruppe der AWA, sind sie doch bisher gezwungen, ihren Müll nach Alsdorf-Warden zu bringen. Das neue Entsorgungscenter ist erst einmal an drei Tagen in der Woche geöffnet: mittwochs und freitags (10 bis 18 Uhr) sowie samstags (8 bis 16 Uhr).

„In drei Monaten werden wir eine Bilanz ziehen und schauen, ob wir unsere Öffnungszeiten anpassen und gegebenenfalls erweitern müssen“, betonte Michael Uhr. Die Mitarbeiter beraten dabei auch in Abfallfragen, erklärte Frank Wolff.

Für die im Pkw und Anhänger angelieferten Abfälle und für Grünschnitt gelten Festpreise gestaffelt nach Volumen (Kubikmeter). Eine Kilogramm genaue Abrechnung ist nicht möglich, auf den Einbau einer Waage hat die AWA in Huchem-Stammeln erst einmal verzichtet.

Dass nach dem Ankauf des Geländes 2014 drei Jahre bis zur Eröffnung des neues Entsorgungszentrums verstrichen sind, hing nach Angaben von Landrat Spelthahn unter anderem mit der Planung zusammen, die nach einem Wechsel in der technischen Leitung der AWA noch einmal angepasst wurde, so dass sich die Genehmigung verzögerte. Auch das Löschwasserkonzept musste noch einmal angepasst werden.

Die AWA hat eine Halle des ehemaligen Parkettherstellers komplett entkernt und mit sogenannten Schüttboxen ausgestattet, in denen Privatleute und Kleingewerbetreibende ihren Müll abladen können. Der wird in Huchem-Stammeln gesammelt und schließlich zur weiteren Verwertung nach Alsdorf-Warden gebracht.

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