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Kreisbrandmeister scheidet nach 16 Jahren aus dem Amt

Von: fjs
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Hans-Jürgen Wolfram (links) i
Hans-Jürgen Wolfram (links) ist der erste Ehrenkreisbrandmeister des Kreises Düren. Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte die Urkunde bei Wolframs Abschied aus dem Amt des Kreisbrandmeisters. Foto: fjs

Kreis Düren/Stockheim. Er ist der erste Ehren-Kreisbrandmeister im Kreis Düren: Hans-Jürgen Wolfram, bis zum Jahresende noch Chef der Feuerwehren im Kreisgebiet, wurde „in würdigem Rahmen und mit großem Bahnhof für einen, der viel geleistet hat”, wie es Landrat Wolfgang Spelthahn formulierte, verabschiedet.

Nach fast 16 Jahren scheidet Wolfram auf eigenen Wunsch aus dem Amt aus, weil er in der Verwaltung seiner Heimatgemeinde Kreuzau ab Januar die Leitung der Abteilung „kommunale Dienste” übernimmt.

Rund 400 Gäste in der Fahrzeughalle im Feuerschutztechnischen Zentrum (FTZ) in Stockheim waren Zeuge, als der Landrat dem scheidenden Kreisbrandmeister die Entlassungsurkunde und die Urkunde mit dem Ehrentitel aushändigte.

„Eine große Leistungsschau”

„Der Kreis sagt Dankeschön”, betonte der Landrat zum Auftakt der vom Kreisfeuerwehrverband für seinen Vorsitzenden organisierten Veranstaltung. Nach Ansicht Spelthahns war das „eine große Leistungsschau und Demonstration des Zusammenhalts der Wehren im Kreis”.

Rückblickend würdige der Landrat die Verdienste Wolframs im permanenten Einsatz für das Ehrenamt („Ein bequemer Gesprächspartner waren Sie nie”) und seinen Kampf um die soziale Absicherung der Familien der Feuerwehrangehörigen, die bei oder nach Einsätzen verletzt wurden oder - wie in zwei Fällen - gar zu Tode kamen. Spelthahn bedauerte, dass die modernste Ausbildungsanlage für die Feuerwehren in der Region zu Wolframs Abschied leider nicht rechtzeitig fertig geworden ist.

Visionen umgesetzt

„Mit der großen Feier an der Basis” ehre der Kreisfeuerwehrverband „einen Vorsitzenden, der die Feuerwehren im Kreis geprägt, Visionen umgesetzt und Innovationen voran getrieben hat, beschrieb der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Pelzer den scheidenden Kreisbrandmeister, den er als „den Mittler zwischen den Kommunen und den Wehren, als vorbildlichen Kameraden und Menschen” bezeichnete.

In die gleiche Richtung gingen die Dankesworte des Bezirksbrandmeisters Manfred Savoir, der unterstrich, dass Wolframs profunde Sachkenntnis die überregionalen Entscheidungen wesentlich mit geprägt haben.

Geschenke gab es zum Abschied auch. Eine Jahreskarte für Borussia Mönchengladbach von den Feuerwehrfreunden beispielsweise. Und da war auch das musikalische Ständchen von Ehefrau Astrid: „Der Kreisbrandmeister kommt jetzt nach Haus”, sang sie mit ihren fünf Kindern. Und die Zuhörer stimmten lauthals mit ein. Den musikalischen Rahmen lieferten außerdem die Feuerwehrkapellen Düren und Luchem, das Tambourkorps „Erika” aus Wolframs Heimatort Drove sowie die Gesangsgruppe „Hätzblatt”.

Zahlreiche Lehrgänge

Hans-Jürgen Wolfram trat 1978 in die Feuerwehr seines Heimatortes Drove ein, absolvierte zahlreiche Lehrgänge vom Truppmann bis zum Wehrleiter und wurde am 1. Juli 1996 zum Kreisbrandmeister ernannt.

Wiederwahlen erfolgten 2002 und 2008 für jeweils weitere sechs Jahre. Die reguläre Amtszeit hätte Mitte 2014 geendet. Über die Nachfolge Hans-Jürgen Wolframs soll im Januar entschieden werden.
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