Kitas im Kreis Düren ab Sommer komplett beitragsfrei

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In Zukunft werden im Kreis Düren Kita-Besuche wahrscheinlich kostenlos sein - damit wäre der Kreis Düren Vorreiter für ganz NRW.

Kreis Düren. Wenn die Landesregierung zu ihrer Ankündigung steht, das dritte Kindergartenjahr generell beitragsfrei zu stellen, wird der Kreis Düren ab dem Sommer 2011 der erste Kreis in NRW sein, in dem Eltern für den Kita-Besuch ihrer Kinder nicht zur Kasse gebeten werden.

Das hat der Landkreistag auf Anfrage bestätigt. Am 1. August 2008 hatte der Kreis Düren den Elternbeitrag für das erste Kindergartenjahr im Zuständigkeitsbereich seines Jugendamtes (mit Ausnahme der Stadt Düren) abgeschafft, in einem zweiten Schritt wurde am 1. August 2010 auch das zweite Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt. Etwa 3500 Kindergartenkinder profitieren derzeit von der Initiative des Kreises.

Wenn nun die Landesregierung mit dem Kindergartenjahr 2011/12 landesweit die Elternbeteiligung für den ältesten Jahrgang streicht, dann werden alle Kindergartenkinder im Zuständigkeitsgebiet des Kreisjugendamtes (zurzeit sind das knapp 5200) betreut und gefördert, ohne dass ihre Eltern zahlen müssen.

U3-Ausbau läuft auf Hochtouren

Auch bei der Schaffung von zusätzlichen Plätzen für Kinder unter drei Jahren ist der Kreis Düren auf einem guten Weg. Laut Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz müssen bis 2013 für 35 Prozent der Kleinkinder Betreuungsangebote geschaffen werden. Somit müssen dann in den 14 Kommunen 955 U3-Plätze in Tageseinrichtungen und weitere 409 in Tagespflege zur Verfügung stehen. Zum Stichtag 15. März 2010 gab es bereits 581 in Tageseinrichtungen und 145 in Tagespflege, teilt der Kreis mit. Und der weitere Ausbau laufe auf Hochtouren: Der Kreis hat bereits 70 Förderanträge der Einrichtungsträger an den Landschaftsverband Rheinland weitergeleitet, weitere werden folgen.

Familien sollen sich wohl fühlen

„Entscheidend für die Zukunft unseres Kreises ist, dass sich Familien bei uns wohl fühlen. Deshalb setzen wir alles daran, dass Eltern sich nicht zwischen Familie und Beruf entscheiden müssen, sondern ja zu Kindern sagen können, ohne berufliche Nachteile zu haben”, betont Landrat Wolfgang Spelthahn. Dabei sei die Betragsfreiheit nur ein - wenn auch sehr wichtiger - Baustein.

Ganz frisch ist der Babybegrüßungsdienst „Willkommen im Leben” (wir berichteten). Seit Anfang 2009 übernimmt der Kreis Düren im Rahmen der Aktion Und von der Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit” die Kosten für das Mittagessen von Kindern in Tageseinrichtungen, deren Eltern Transferleistungen beziehen. Im Kindergartenjahr 2010/11 sind das rund 400 Kinder in 84 Einrichtungen.
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