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„Kentucky Muzzle Loaders“ laden zum Westerntreffen ein

Von: Kim Statzner
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In die Welt der Trapper im US-amerikanischen Wilden Westen tauchten am Wochenende die „Kentucky Muzzle Loaders“, ihre Freunde und die Besucher ab. Foto: Kim Statzner
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Keine Zeit für Weicheier: Ob der Ofen (hinten rechts) die beiden Trapper hätte wärmen können, ist die Frage. Foto: Kim Statzner

Düren. Schon von weitem hörte man an diesem Wochenende im Wibbelruusch am Rande des Burgauer Waldes das Schießpulver knallen. Zum 48. Mal zog der Wilde Westen in Düren beim „Pulverdampf“-Westerntreffen ein. Die „Kentucky Muzzle Loaders“ und ihre Gäste schlugen trotz Wind und Wetter wieder ihr historisches Zeltlager auf und trugen das internationale Vorderladerschießen um den „Bronzenen Büffel der Stadt“ aus.

Diese schon Kult gewordene Trophäe wird vom Bürgermeister persönlich gestiftet. „Jeder will den Büffel einmal selbst gewinnen“, sagt Karl Kreppert, 1. Vorsitzender der „Kentucky Muzzle Loaders“. „Manche sind da richtig ehrgeizig und um den Sieg wird jedes Jahr hart gekämpft. Es ist unglaublich, wie viele erstklassige Ergebnisse an so einem Nachmittag geschossen werden.“

An den Schießstand ging es für die Teilnehmer mit einem so genannten Vorderlader. Das heißt, dass das Schwarzpulver und das Projektil manuell in den Lauf der Waffe „gestopft“ werden müssen. „Es gibt einen lauten Knall, einen ordentlichen Rückstoß, und es entsteht eine Pulverdampfwolke“, erklärt Helmut Schifter, der die Schießwettbewerbe für Bürger überwachte.

„Ich schieße am allerliebsten mit diesen Waffen, weil es etwas Besonderes ist. Jede Komponente muss einzeln überprüft werden, und alles muss zusammen passen. Ist es zum Beispiel zu nass, würde die Ladung vielleicht gar nicht zünden.“

Historische Nachbauten

Die Gewehre sind historische Nachbauten und den Originalen aus dem Wilden Westen somit sehr ähnlich. Viele der Schützen, wie auch Schifter, gießen sogar ihre Projektile zu Hause selbst. Das manuelle, relativ aufwendige Nachladen bedeutet natürlich auch, dass man nur einen Schuss hat. „Die Trapper im Wilden Westen hatten auch nur einen Schuss“, erzählt Schifter. „Wenn der nicht ins Schwarze ging, gab es halt kein Abendessen.“

Neben den Schießwettbewerben gab es aber auch viel zu entdecken. Neben Ständen mit Westernequipment, Schmuck und Kleidung und Aktivitäten wie dem Bürgerschießen, einem Lagerfeuer, dem Kinderrodeo und Countrymusik, konnten die Besucher aufwendig dekorierte Zelte bewundern. „Das Wetter ist uns egal, wir übernachten in diesen Zelten sogar im Winter“, sagt Kreppert. „Für mich ist so ein Treffen eine Art ‚Ausstieg auf Zeit‘. Ganz ehrlich, ich hätte nicht wirklich zu dieser Zeit leben wollen. Stellen sie sich mal vor, sie brechen sich ein Bein oder haben Zahnschmerzen!“

Trotzdem versuchen die „Kentucky-Muzzle-Loaders“, eine realitätsnahe Atmosphäre zu gestalten. Es werden die Treffen der so genannten „Trapper“ nachgestellt, die sich nach der Jagdsaison zum gemeinsamen Essen und Trinken getroffen haben. Es gibt keine Mikrowellen, gekocht wird auf offenem Feuer und statt elektrischen Lichtes werden Kerzen benutzt. Ein großer Teil des Westernequipments ist selbst gemacht.

Trotz des leichten Nieselregens fanden wieder viele Besucher den Weg auf das Gelände am Wibbelruusch. Tagesmutter Regina Kolbe hatte die Veranstaltung durch Zufall entdeckt.

Gassi-Gehen

„Gestern Abend beim Gassi-Gehen mit meinem Hund, habe ich die Musik gehört“, erklärt die 46-Jährige. „Heute habe ich dann sofort eine Freundin mit ihrem Sohn und mein Tageskind mitgenommen, um mir das Ganze mal genauer anzuschauen.“ Passend zum Anlass hatte sie sogar Cowboyhut und Stiefel an.

Am Sonntag wurden zum Abschluss noch die Sieger der verschiedenen Schießwettbewerbe geehrt. Hier wurde nicht nur der Bronzene Büffel, sondern auch Preise für das Bürgerschießen, das Schießen auf den laufenden Büffel und verschiedene Wettbewerbe mit Kurzwaffen vergeben.

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