Kreis Düren - Keine Anklage gegen ehemaligen Geschäftsführer

Keine Anklage gegen ehemaligen Geschäftsführer

Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Die schadstoffbelastete Bergehalde Beythal, die einst der Stolberger Zink GmbH & Co. Forsten KG gehörte, muss saniert werden.

Das Landgericht Aachen hat jetzt die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Firma zurückgewiesen. Nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens könne eine Verurteilung des Angeschuldigten wegen vorsätzlicher Gewässerverunreinigung in einem besonders schweren Fall und Bodenverunreinigung in einem besonders schweren Fall nicht erfolgen.

Eine Täterschaft komme nur durch Unterlassen von Sanierungsmaßnahmen in Betracht, heißt es in der Begründung. Die KG sei habe aber am 10. Juli 1999 einen Abschlussbetriebsplan vorgelegt. Zu diesem Zeitpunkt habe es keine Hinweise auf Verunreinigungen gegeben. Hinweise auf kontaminiertes Sickerwasser ergaben sich erstmals im November 1999.

Dieser Umstand zog die kurzfristige Beendigung des Sandabbaus nach sich; die Firma wurde aufgefordert, den Abschlussbetriebsplan zu ändern. Weil sie dazu offenbar finanziell nicht in der Lage war, wurde eine Verlängerung des Hauptbetriebsplans beantragt, um aus den Erlösen die Sanierung zu zahlen. Nachdem dieses nicht gestattet wurden, fiel die Firma in Insolvenz.

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