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„Jugend debattiert”: 32 Schüler beim Regionalentscheid

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Das Gegenüber sachlich und fair von der eigenen Meinung überzeugen: Darum ging es beim Wettbewerb „Jugend debattiert”. Foto: Andreas Bongartz

Kreis Düren. Der 18-jährige Luca Banszerus vom St. Michael Gymnasium Bad Münstereifel fährt die ganz dicken Geschütze auf: „Säkulare Akzeleration” - diese zwei Schlagworte wirft er mal eben so in die Debatte. Er meint damit die beschleunigte Entwicklung einer jüngeren Generation gegenüber einer früheren.

Die soziologische These benutzt er, um seinen Standpunkt nach einem allgemeinen Wahlrecht ab 16 Jahren zu bekräftigen. Seine Gesprächspartner halten dagegen: Mit 16 Jahren seien Jugendliche noch zu leicht zu beeinflussen, etwa durch Parteien am rechten Rand, deshalb so Kevin Hanrath von der Dürener Nelly-Pütz-Schule könne man nicht so ohne weiteres 16-Jährige bei Bundes- und Europawahlen an die Urnen treten lassen.

Rauchende Köpfe

An der Nelly-Pütz-Schule wurden am Donnerstag politische Streitfragen ergründet, „Jugend debattiert” der Wettbewerb der Hertie-, Robert Bosch-, Heinz Nixdorf- und Mercator Stiftung, der in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder stattfindet, ging dort in die Regionalentscheidung für die Kreise Düren, Euskirchen und Bergheim.

32 Schülerinnen und Schüler des Stiftischen Gymnasiums, der Gesamtschule Langerwehe, des Franken Gymnasiums Zülpich, der Gesamtschule Bergheim, des Gymnasiums der Stadt Kerpen, des St. Michael Gymnasiums Bad Münstereifel und von den Gastgebern der Nelly-Pütz-Schule traten an, um ihre kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Debattiert wurde getrennt nach den Bereichen Sekundarstufe I und II, jeweils zwei Jugendliche sprachen sich dabei für ein Thema aus, zwei dagegen. Bewertet wurden sie von einer Jury nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Rauchende Köpfe waren dabei vorprogrammiert. So fand sich die 16-jährige Judith Eger aus Bergheim unversehens in der Rolle der Fürsprecherin wieder, obwohl sie sich auf „Kontra” eingestellt hatte. Da hieß es Augen zu und durch, Debattierkunst erfordert schließlich auch das: die Fähigkeit spontan zu reagieren. Immerhin, Umfrageergebnisse einer österreichischen Studie konnte die Schülerin dennoch zitieren. Zu allem Überfluss drohte auch jederzeit noch das Klingeln der Glocke: Die Jurymitglieder wachten streng über die Einhaltung der Redezeiten.

Klar, dass es da auch mal Verdruss gab: „Die Zeit war viel zu kurz, ich konnte meinen Schlusssatz gar nicht mehr bringen, und der war das Beste meiner Rede”, klagte etwa Kevin Hanrath am Ende einer Runde. Im Finale standen am Donnerstag in der Sekundarstufe I Lisa Feinen und Sven Teichrüb (beide Stift), Tamara Loran (Bergheim) und Esther Thelen (Zülpich), in der Sekundarstufe II Daniel Karthäuser (Kerpen), Lukas Penner (Stift), Tim Pfefferle (Kerpen) und Jens Schaefer (Nelly-Pütz-Schule).
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