JÜL- und DN-Kennzeichen: Reservierung ab Dienstag möglich

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Mit JÜL-Kennzeichen:  Landrat
Mit JÜL-Kennzeichen: Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Ralf Klein, Leiter der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamts.

Kreis Düren. Das JÜL-Kennzeichen kommt wieder, die Frage ist nur wann? Ein Verordnungsentwurf von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hängt zurzeit wegen Unstimmigkeiten zwischen Bund und Ländern in einer Warteschleife fest.

Doch der Kreis Düren hat schon eine Kennzeichen-Reservierung im Internet eingerichtet. Parallel dazu wird es eine Telefonhotline (Telefon 02421/22-1000) geben. Beide werden ab Dienstag, 23. Oktober, um 8 Uhr freigeschaltet. „Die Zahl der Anfragen in unserem Straßenverkehrsamt ist riesengroß”, so Landrat Wolfgang Spelthahn, selbst ein gebürtiger Jülicher.

Da gut 40 Jahre nach der kommunalen Neugliederung nur noch wenige Oldtimer ein JÜL-Nummernschild tragen, stehen heute entsprechend viele Buchstaben und Zahlen zur freien Kombination zur Verfügung. Begehrt sind Initialen, ergänzt um kleine Ziffern, insbesondere die Eins, Glücks- und Schnapszahlen. Um die Vergabe der Kennzeichen nachvollziehbar zu machen, werden sie nach dem Windhund-Prinzip reserviert. Wer zu erst kommt, schnappt zu.

Alle Versuche, schon vor dem 23. Oktober um 8 Uhr zum Zuge zu kommen, sind nutzlos. Im Internet hat man ab diesem Zeitpunkt auf der Homepage des Kreises (http://www.kreis-dueren.de - Kreishaus - Straßenverkehrsamt - Zulassungsbehörde) direkten Zugriff auf die JÜL-Kennzeichen. Wer zum Telefonhörer greift, wird über die Hotline mit den Mitarbeitern des Straßenverkehrsamtes verbunden. Alle reservierten JÜL-Kombinationen verschwinden nach dem Zugriff sofort aus der Liste. Die Reservierungsdauer beträgt zwölf Monate.

Ja zu JÜL sollen laut Verordnungsentwurf alle Kraftfahrer aus dem Kreis Düren sagen können, egal wo sie wohnen. Wer ein Neu- oder Gebrauchtfahrzeug auf seinen Namen zulässt, hat künftig die freie Wahl zwischen DN und JÜL. Beide Ortskennzeichen stehen gleichberechtigt nebeneinander, einen Unterschied bei den Gebühren gibt es nicht.

„Darüber hinaus sind viele offensichtlich bereit, ihr aktuelles Fahrzeug vom DN zu befreien und mit einem JÜL-Kennzeichen zu versehen”, berichtet Ralf Klein, Leiter der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes. Kostenpunkt für diesen Tausch: 30 bis 50 Euro Gebühren plus Nummernschilder. Das könnte durchaus eine langfristige Investition sein. Denn wer innerhalb Nordrhein-Westfalens umzieht, der kann sein Kennzeichen neuerdings behalten.

Ende 1971 waren die letzten JÜL-Kennzeichen im damaligen Kreis Jülich zugeteilt worden, denn mit der kommunalen Neugliederung wurden die Kreise Düren und Jülich fusioniert. Seitdem wurden zwischen Titz und Heimbach nur noch DN-Kennzeichen ausgegeben.
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