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Immer zunächst telefonisch beim tierärztlichen Notdienst anmelden

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Ulrike Munnes-Uerlings ist Kreisvorsitzende der Tierärzte im Kreis Düren. Foto: Abels

Kreis Düren/Oberzier. Wenn das Kätzchen am Wochenende nicht mehr wie gewohnt schnurrt, das Kaninchen nicht mehr frisst, der Hund nur noch apathisch in der Ecke liegt oder das geliebte Haustier bei einem Unfall schwer verletzt wurde, ist der Notdienst oft die letzte Rettung.

Allerdings mussten die Tierärzte im Kreis Düren in der Vergangenheit immer wieder feststellen, dass die Erwartungshaltung von so manchem Herrchen oder Frauchen überzogen ist.

Missverständnisse und Vorwürfe sind fast schon an der Tagesordnung, berichtet die Kreisvorsitzende der Tierärzte, Dr. Ulrike Munnes-Uerlings. Um diese in Zukunft zu vermeiden, appellieren die Veterinäre an die Tierbesitzer, einige Hinweise zu beachten, denn „wir wollen dem Tierbesitzer und seinem kranken Freund ja helfen“.

Bietet jeder Tierarzt auch Notdienste an?

Nein. Eine Teilnahme am Notdienst ist für die Veterinäre in Nordrhein-Westfalen rechtlich nicht verpflichtend. Im Kreis Düren teilen sich derzeit 19 Tierärzte den Notdienst, eingeteilt in Gruppen von zwei bis drei Kollegen. Jede Gruppe hat durchschnittlich alle sechs Wochen Bereitschaft.

Wie soll der Tierhalter Kontakt aufnehmen?

Ganz wichtig ist die telefonische Anmeldung in der ausgewählten Praxis: „Ohne diese Anmeldung kann wertvolle Zeit verloren gehen“, erklärt Munnes-Uerlings, denn es kann sein, dass sich der Arzt gerade auswärts um einen Notfall kümmert oder in einer längeren Behandlung oder Operation befindet und deshalb nicht gestört werden darf. „Einige Kollegen wohnen auch nicht direkt an ihrer Praxis“, betont die Kreisvorsitzende. Ohne vorherige Anmeldung direkt zur Praxis zu fahren, kann daher kontraproduktiv sein. „Ein Anruf kann klären, wann Zeit für die Probleme des Tieres ist“, versichert die Kreisvorsitzende.

Was sollte am Telefon beachtet werden?

Die Bandansagen der Notarztpraxen am Telefon sollten immer bis zum Ende angehört werden. Ein Zettel und ein Schreibstift sollten bereitliegen. „Denn es wird immer eine Mobilnummer für dringende Notfälle angegeben“, erklärt Munnes-Uerlings. Sie versichert auch, dass sie und ihre Kollegen umgehend zurückrufen, wenn der Anruf einmal nicht direkt entgegengenommen werden kann, vorausgesetzt die Nummer des Anrufers wird im Display auch angezeigt und nicht unterdrückt. Daher sollte das Telefon bis zum Rückruf auch unbedingt freigehalten werden.

Wann steht der Notdienst zur Verfügung?

Die meisten Praxen bieten den Notdienst samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr an, einige abends auch länger. Außerhalb dieser Zeit erhalten Hilfesuchende Informationen über Kliniken, die stets einen 24-Stunden-Dienst anbieten müssen. Eine Bitte der Kreisvorsitzenden noch: Wenn das Problem morgens bemerkt wird, umgehend anrufen und nicht bis zum Abend warten, bis alles andere erledigt ist. „Es ist eine Frage der Höflichkeit und der Wertschätzung uns und dem Tier gegenüber“, nicht erst bis nach dem Tatort am Sonntagabend zu warten.“

Was sind unaufschiebbare Notfälle?

Dazu zählen Blutungen jeder Art, mehrfaches Erbrechen, Apathie, Bewusstseinseintrübungen und starke Schmerzäußerungen. „Allen, die unsicher sind, ob ein Notfall vorliegt, helfen wir am Telefon gerne weiter“, teilt Ulrike Munnes-Uerlings mit.

Welche Kosten entstehen im Notdienst?

Gemäß der für alle Tierärzte verpflichtenden Gebührenordnung wird im Notdienst ein höherer Gebührensatz berechnet. Das bedeutet, dass eine Behandlung je nach Uhrzeit und Aufwand das Doppelte bis Dreifache im Vergleich zu einer Behandlung in einer regulären Sprechstunde kosten kann. In der Regel gilt Barzahlung: Zu einer Behandlung auf Rechnung sind die Tierärzte nicht verpflichtet.

Die Notdienst-Tierärzte stehen immer in der Samstagsausgabe oder sind online samstags hier zu finden.

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