Kreis Düren - Heinrich Rotheut ist neuer Geschäftsführer der GWS

Heinrich Rotheut ist neuer Geschäftsführer der GWS

Von: Jörg Abels
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Wollen mit dem neuen Geschäftsführer Heinrich Rotheut (Mitte) in eine Diskussion über die Zukunft der GWS einsteigen: Aufsichtsratschef Wolfgang Spelthahn (l.) und Sparkassenvorstand Prof. Dr. Herbert Schmidt, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Foto: Abels

Kreis Düren. Die Nachfolge des zuletzt sehr unglücklich agierenden Michael Müller als Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren (GWS) tritt Heinrich Rotheut offiziell zwar erst am Mittwoch an, den strukturellen Schwachpunkt der GWS aber hat der 61-Jährige bereits analysiert.

„Die Kapitalbasis ist zu dürftig.” Es sei schon ein Geburtsfehler gewesen, nicht klar zu artikulieren, ob die GWS auf eigenen Füßen stehen muss oder alimentiert wird.

Ungeachtet der Negativschlagzeilen der letzten Jahre steht für den erfahrenen Wirtschaftsmanager aus Aachen, der in den letzten 13 Jahren als selbständiger Unternehmensberater tätig war, fest: „Die GWS ist für Stadt und Kreis unverzichtbar.”

Und weil die existenzielle Notwendigkeit der Wirtschaftsförderung auch in der politischen Auseinandersetzung nie in Frage gestellt wurde, wollen Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat mit dem neuen Geschäftsführer in eine intensive Diskussion über die Zukunft der Gesellschaft einsteigen. „Ich habe bereits einige Ideen, um die GWS auf eigene Füße zu stellen, damit sie sich selbst finanziert”, gab sich Rotheut zuversichtlich, ohne bereits Details nennen zu wollen. Ein Workshop nach der Kommunalwahl soll Klarheit bringen.

An einen Wechsel des in der öffentlichen Wahrnehmung negativ besetzten Namens denkt der neue Geschäftsführer dabei nicht. „Die bestehenden Probleme können dadurch nicht beseitigt werden, nur durch gute Ergebnisse.” Die habe die GWS zwar auch schon in der Vergangenheit erzielt, nur wurden sie nicht richtig wahrgenommen. „Ziel muss es deshalb sein, die GWS in der Öffentlichkeit wieder besser zu positionieren”, kündigte der Aachener an.

Der 61-Jährige, der Erfahrung als Controller, aber auch in der Restrukturierung von Unternehmen mitbringt, hat einen Zweijahresvertrag mit monatlicher Kündigungsfrist unterschrieben. Dass er keine langfristige Vereinbarung gefordert habe, zeugt für den GWS-Aufsichtsratschef, Landrat Wolfgang Spelthahn, von einem „großen Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten”. Dafür steht auch Rotheuts Aussage, sich an einer Stabilisierung des Gewerbesteueraufkommens und der Arbeitslosenzahl messen zu lassen.

Spelthahn, der Versäumnisse in der Transparenz der GWS in der Vergangenheit einräumte, warb abschließend für eine Versachlichung des Themas, denn „die Region ist spannend und hat für Investoren viel zu bieten”, ergänzte Sparkassenvostand Prof. Dr. Herbert Schmidt, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.
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