Heimbach atmet internationales Museumsflair

Von: bwp
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Akademiedirektor Dr. Frank Gü
Akademiedirektor Dr. Frank Günter Zehnder, Bastian Langer (Popular Art), Landrat Günter Rosenke (Euskirchen), Heimbachs Bürgermeister Bert Züll, Landrat Wolfgang Spelthahn (Vorsitzender der Eifel-Touristik Agentur NRW), Geschäftsführer der Eifel Tourismus Klaus Schäfer und der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg (von links) stellten die Ausstellung in Heimbach vor.

Kreis Düren/Berlin/Heimbach. Seit Donnerstag steht die kleinste Stadt Nordrhein-Westfalens im Fokus der internationalen Kunst-Szene. Denn in Heimbach findet die „erste offizielle museale Gedenkausstellung” für den im Dezember 2011 verstorbenen Pop-Art-Künstler James Rizzi statt.

In den Ausstellungsräumen und Ateliers der zur Internationalen Kunstakademie umgestalteten Burg Hengebach wird vom 29. April bis 3. Juni die bunte Bilderwelt des New Yorker Malers gezeigt. Unter dem Titel „James Rizzi - Sein Leben, seine Werke”.

Im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse stellte das Organisatoren-Team - Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn, Heimbachs Bürgermeister Bert Züll und Akademiedirektor Dr. Frank Günter Zehnder - das Aufsehen erregende Konzept in Berlin vor. Unter Blitzlichtgewitter und vor laufenden Kameras weltweiter Medienvertreter.

Am Donnerstag wurde das Geheimnis um die im Veranstaltungskalender der Akademie als „Surprise Exhibition” deklarierte Ausstellung gelüftet. Für Kunstkreise eine Sensation, denn über 200 Werke des weltbekannten Künstlers kommen für fünf Wochen über den „großen Teich”. Einige darunter sind in Deutschland noch nie gezeigt worden. So wie Rizzis letztes Bild „That funny sunny Feeling”, das er zum 40-jährigen Bestehen des Kreises Düren fertigte.

„Eigentlich sollte Rizzi sein Werk persönlich in Heimbach der Öffentlichkeit präsentieren”, formulierte Kunsthistoriker Zehnder im Vorfeld der Berliner Pressekonferenz. „Zudem wollten wir ihn ein Jahr lang als Dozenten an unserer Akademie verpflichten. Doch am 26. Dezember verstarb der Künstler völlig unerwartet.”

James Rizzi wurde am 5. Oktober 1950 in New York geboren, jener Stadt, die er immer wieder in seinen Bildern mit fröhlicher Formensprache und leuchtenden Farben thematisierte. Nach seinem High-School-Abschluss absolvierte er in Florida ein Kunststudium.

Bereits 1974 wurde ihm eine erste Ausstellung im Brooklyn Museum in New York gewidmet. Weltweite Vernissagen folgten; seine lebensbejahenden Werke wurden rasch zu teuer gehandelten Kult- und Sammel-Objekten. Einen „echten Rizzi” konnte man in Deutschland 2008 bereits für 55 Cent erwerben: als Sonderbriefmarke, die mit ihren fröhlichen, visuellen Botschaften für gute Laune sorgte.

Voller Vorfreude blicken die Ausstellungsmacher - in Kooperation mit der Düsseldorfer Galerie „Popular Art”, der Eifel Tourismus und zahlreichen Sponsoren - auf das „Rizzi-Revival”. Burg Hengebach atmet dann internationales Museumsflair. Mit eigenem Museums-Shop, in dem eine auf 350 Exemplare limitierte Sonderedition seines letzten, für den Kreis entstandenen Bildes zu kaufen ist.

Führungen und kulturelle Zusatzveranstaltungen sind ebenfalls geplant. Weitere Ausstellungsorte sind die Dürener und Euskirchener Kreisverwaltungen und das Städteregionshaus Aachen. Selbst auf der Intensiv-Station des Dürener Krankenhauses sollen die BotschaftenRizzis ankommen: als Bilder eines Malwettbewerbs.
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