GWS schnürt ein Arena-Paket

Von: bugi
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Arena Kreis Düren
Die Arena Kreis Düren ist ein Sorgenkind erster Güte. Nachdem die Betreibergesellschaft den Vertrag gekündigt hat, muss jetzt die GWS ran. Gutachter bescheinigen der Gesellschaft aber, dass diese mit der Arena wirtschaftlich dauerhaft nicht tragfähig sein werde. Foto: Latotzki

Kreis Düren. Wenn die Wirtschaftsförderungs- gesellschaft des Kreises Düren, die GWS, nach dem Beschluss der Gesellschafter zum 1. Januar 2011 ihr Kerngeschäft, die Wirtschaftsförderung aufgeben und nur noch den Immobilienbestand verwalten soll, dann hängt die Arena Kreis Düren wie ein Klotz am Bein der Gesellschaft.

Das sehen jedenfalls die Wirtschaftsprüfer so, die sich im Auftrag der GWS Gedanken über die Umstrukturierung gemacht haben. „Die Arena Kreis Düren ist die primäre Defizitquelle der Immobilien-GWS”, schreiben sie. Dauerhafte Defizite werde die GWS erwirtschaften, wenn die Arena im Bestand der GWS bleiben werde, warnen die Prüfer weiter und schlagen verschiedene Handlungsmöglichkeiten vor.

Zum Beispiel den Verkauf der Arena. „Da die Immobilien-GWS ohne Arena wirtschaftlich stabil ist, liegt es nahe, die ohnehin vorwiegend als Strukturförderungsprojekt realisierte Arena Kreis Düren aus der Immobilien-GWS herauszulösen”, so die Wirtschaftsprüfer. Die Alternative: Die Halle verbleibt bei der GWS, das „dauerhafte Defizit der Arena” würde durch einen Zuschuss vom Kreis ausgeglichen.

350.000 bis 400.000 Euro seien dann jährlich fällig, bei einem ab dem Jahr 2015 angenommenen höheren Zinssatz für die laufenden Kredite gar ein Zuschuss zwischen 700.000 und 750.000 Euro. „Das ist lediglich ein Worst-Case-Szenario”, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der GWS. Eintreten werde das so nicht, weil zum Beispiel die Annahme, man müsse einen höheren Kreditzins in Betracht ziehen, derzeit eher unwahrscheinlich sei. Lediglich die Abschreibung der Halle könne derzeit nicht erwirtschaftet werden, so Spelthahn, aber auch dafür habe man Lösungen entwickelt.

Die BRD-weit günstigste Arena

So denke man derzeit darüber nach, zum Beispiel Einnahmen aus dem Namensverkauf der Halle zu erzielen. „Die Arena ist ein Riesengewinn für den Kreis Düren. Sie ist für den Sport unverzichtbar”, so Spelthahn, der Kritikern an den Kosten ein Gegenbeispiel nennt: „Schauen Sie sich doch mal an, was das Haus der Stadt kostet. Wir haben die günstigste Arena, die es in der Bundesrepublik gibt.” Vielleicht aber nicht mehr lange, denn die GWS-Gesellschafter haben auch beschlossen, die Immobilie im Paket mit dem Haus C, der Kreisbrandschutzzentrale sowie den AOK- und Polizeigebäuden zu verkaufen. Unabhängig davon will Spelthahn schon in den nächsten Wochen einen neuen Betreiber für die Arena präsentieren. „Betreiber werden wir genug finden”, ist Spelthahn sicher.

Schon jetzt werden neue Verträge für Veranstaltungen in 2011 von der GWS mit unterschrieben, damit die Durchführung gesichert ist und Besucher sich keine Sorgen machen müssen.
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