Kreis Düren - Grünes Licht für DSL 16000 bis zum Sommer

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Grünes Licht für DSL 16000 bis zum Sommer

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Schöne Aussicht für Internetnutzer: Bis Ende 2010 soll DSL 16000 im Kreisgebiet flächendeckend zur Verfügung stehen. Foto: imago

Kreis Düren. Seit sich der Kreis mit Unterstützung der 15 Kommunen in einer Breitbandinitiative für schnelleres Internet stark macht und Investitionen aus dem Konjunkturpaket II angekündigt hat, ist Bewegung in die Branche gekommen. Wolfgang Spelthahn spricht sogar von einer unheimlichen Dynamik und purzelnden Preisen.

„Marktführer Telekom erschließt bereits Orte mit DSL, die bisher als nicht wirtschaftlich galten”, verweist der Landrat auf Aktivitäten in der Stadt Heimbach, in den Gemeinden Hürtgenwald und Kreuzau oder in Jülich-Barmen. Gebiete, in denen die Unzufriedenheit mit der Internetversorgung bislang besonders groß ist, und Unternehmen die größten Standortnachteile haben.

Eine Umfrage des Kreises zeigt aber auch, dass der Unmut flächendeckend ist. Nach Eingang von mehr als 2100 Rückmeldungen steht fest: 97 Prozent aller Haushalte sind unzufrieden mit dem Tempo ihrer Internetverbindung, 54 Prozent beklagen zudem Mängel in der Zuverlässigkeit. Der Landrat hat sich deshalb mit den 15 Bürgermeistern darauf verständigt, das Netz flächendeckend auszubauen: „Bis Ende 2010 soll in jedem Haushalt DSL 16000 verfügbar sein.” Nach Sondierungsgesprächen mit sechs Anbietern scheint die Telekom das Rennen zu machen.

„Wir sprechen aber auch weiter mit anderen Anbietern”, erklärt Kreis-Dezernent Hans-Martin Steins, schließlich sollen für alle Orte individuelle Lösungen gefunden werden. „Da, und nur da, wo der Ausbau für einen Netzbetreiber nicht mehr möglich ist, sind wir bereit einzuspringen und den wirtschaftlichen Nachteil des ländlichen Raums auszugleichen”, erklärt Spelthahn, der seitens des Kreises 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen will.

Die gleiche Summe erwartet er von den Kommunen, die Signale seien positiv. Dazu Förderungen von Bund und Land. Das sollte ausreichen, um in einem ersten Schritt alle Verteilerkästen (maximal 200 Anschlüsse) ans Glasfasernetz anzuschließen. „Damit erreichen wir für über 90 Prozent aller Haushalte eine deutliche Verbesserung”, sagte Spelthahn, der noch vor der Sommerpause grünes Licht von den politischen Gremien haben will. Weil der Wettbewerbsdruck auf die Anbieter weiter steigen wird, sind Spelthahn und Steins zuversichtlich, das Ziel DSL 16000 bis Ende 2000 in allen Haushalten realisieren zu können.
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