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Grünes Licht für die blauen Uniformen

Von: tob
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Bärbel Sartor, Michael Eckste
Bärbel Sartor, Michael Eckstein und Melanie Mallmann (von links) mit den neuen Uniformen vor einem der neuen Dienstwagen. Foto: Röber

Kreis Düren. „Ist hier kein Knopf mehr?” Polizeioberkommissarin Melanie Mallmann schaut ein wenig verdutzt drein, während sie mit den Fingern den Kragen ihrer Dienstbluse abtastet. Eine Mitarbeiterin des Polizeibekleidungszentrums klärt mit einem freundlichen „Nein” auf.

In diesen Tagen müssen sich die Beamten im Kreis Düren eine halbe Stunde Zeit zur sogenannten Vermessung nehmen. Denn auch die Beamten im Kreis Düren werden bald die grün-braunen Uniformen gegen blaue eintauschen. Und dafür ist eben eine Vermessung nötig.

Wobei der Begriff Vermessung nicht ganz passt. Die vier Frauen des Polizeibekleidungszentrums haben statt Maßband sämtliche Uniformen in den diversen Größen im Gepäck. Der Zeitplan ist straff. Für je drei Kollegen stehen immer 30 Minuten auf dem Plan. Und dann heißt es: anprobieren. Kurzjacke, Anorak, Hose, Pullover, Unterziehrolli, Hemd, Bluse - elf verschiedene Artikel gibt es für jeden, und da einige mehrfach ausgegeben werden, sind es insgesamt 25 Kleidungsstücke pro Polizist.

Unterschieden wird zwischen Wachdienst- und Bürodienstuniform. Neben äußeren Kennzeichen wie etwa einer weißen Schirmmütze für den Wach- und einer blauen für den Bürodienst, gibt es auch rein praktische Unterschiede. So hat die gefütterte Kleidung für den Außendienst mehr Taschen, um Funkgeräte und ähnliches verstauen zu können. Röcke für die Frauen im Bürodienst sieht die neue Kleiderordnung übrigens nicht vor. Das war bei den alten Uniformen, die Mitte der 70er Jahre eingeführt wurden, noch anders. Bei den Schuhen, etwa dem bewährten halbhohen Schnürschuh, auch „Police-Walker” genannt, ändert sich nichts.

Kommissar Michael Eckstein ist bei der Anprobe durchaus angetan. „Die neue Uniform fühlt sich gut an. Sie ist etwas leichter und besser geschnitten”, schildert er seine ersten Eindrücke.

Die Beamten im Kreis Düren sind mit die letzten in der Region. Das liegt auch daran, dass die Umstellung auf die neuen Uniformen kostenneutral abläuft. Polizeisprecher Willi Jörres erklärt: „Die alten Uniformen hätten ja auch erneuert werden müssen. Stattdessen werden sie nun gegen die neuen Uniformen getauscht.”

Noch laufen und fahren die Beamten im Kreis Düren noch in den alten Uniformen auf. Jörres rechnet damit, dass alle Uniformen gegen Ende des 1. Quartals in Düren eingetroffen sind. Im Gegenzug senden die Beamten ihre alten Uniformen zurück. Dann wird das Innenministerium grünes Licht für die blauen Uniformen gegeben. Einige „Exoten” sind bereits jein blau zu sehen. „Das sind Kollegen, die aus Bezirken hierher versetzt wurden, in denen es schon die neuen Uniformen gibt. Denen wollte man nicht wieder die alten vorschreiben”, erklärt Willi Jörres.

Den Knopf am Blusenkragen vermisst Melanie Mallmann übrigens nicht wirklich. „Der war eh überflüssig”, sagt die Oberkommissarin.
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