Kreis Düren - Frauenpolitik wird zum Standortfaktor

Frauenpolitik wird zum Standortfaktor

Von: Stephan Johnen
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Die Mitglieder des Netzwerks m
Die Mitglieder des Netzwerks möchten es erst gar nicht zum Fachkräftemangel kommen lassen. Foto: Johnen

Kreis Düren. Frauenpolitik ist Wirtschaftspolitik geworden. Und damit ist Frauenpolitik auch ein Standortfaktor: Für Gilla Knorr vom Frauenbüro der Stadt Düren, Else Ricken-Melchert vom Kreisamt für Chancengleichheit und Anne Düsing-Schatz, Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit, ist die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sozusagen zur Gretchen-Frage der Fachkräftesicherung geworden.

„Lange Zeit waren Arbeitgeber zu bequem, sich mit Frauen auseinanderzusetzen, da es ein Überangebot an Arbeitskräften gab. Jetzt ist die Not da, und es wird umgedacht”, sagt Gilla Knorr. Eine Antwort auf drohenden Fachkräftemangel laute daher: familienfreundliche Personalpolitik.

Ein neues „Dürener Netzwerk”, das vom NRW-Ministerium für Emanzipation gefördert wird, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Strategien zur Fachkräftesicherung zu erarbeiten. Teil des Netzwerks sind unter anderem auch die Vereinigten Industrieverbände, die Regionalagentur Aachen, die Wirtschaftsförderer von Stadt und Kreis Düren, die Stadtentwicklungsgesellschaft Jülich und das Regionale Übergangsmanagement. Dabei sollen „alle Dimensionen des Problems” bearbeitet werden - von der Ausbildung bis zur Stadtplanung.

Erster Schwerpunkt der Arbeit ist jedoch die familienorientierte Personalpolitik. Will heißen: Was können Unternehmen tun, um flexible Arbeitszeitmodelle einzuführen und damit für Mütter - aber auch Väter - attraktiv zu werden, welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung können betriebsintern oder mit Kooperationspartnern ins Leben gerufen werden und wie können Frauen bei ihrem Wiedereinstieg ins Berufsleben begleitet werden?

Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen für Arbeitgeber ist am Dienstag, 8. November, 17 bis 19.30 Uhr, eine Fachtagung in der Dürener Fabrik für Kultur und Stadtteil zum Thema „Fachkräftegewinnung und -sicherung in der Pflege”. Unternehmen der Kranken- und Altenpflege sollen sich über den zukünftigen Bedarf an Pflegekräften informieren und über Lösungen diskutieren. „Wir haben Fachwissen eingekauft, das wir in Form von Workshops und Beratungsangeboten den Unternehmen zur Verfügung stellen möchten”, erklärt Anne Düsing-Schatz. So sind beispielsweise weitere Tagungen geplant. Infos zur Tagung und zum Netzwerk gibt es unter Telefon 02421/124595.
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