Düren - Finanzamt Düren überprüft jetzt auch Rentner

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Finanzamt Düren überprüft jetzt auch Rentner

Von: fjs
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Finanzamtschef Friedrich Breue
Finanzamtschef Friedrich Breuer (l.) und sein Vertreter Heinz Heidelberg. Foto: fjs

Düren. Die Steuerquellen sprudeln. Da macht das Finanzamt Düren keine Ausnahme. Verzeichnete das Land NRW im ersten Halbjahr 2012 bei Steuereinnahmen von 21,8 Milliarden Euro ein Plus von 4,9 Prozent, war der Anstieg beim Finanzamt Düren sogar noch größer.

Mit 311,5 Millionen Euro stiegen die Steuereinnahmen um 11,9 Prozent. Insbesondere bei der Lohn-, der Umsatz- und Körperschaftssteuer wurden höhere Einkünfte erzielt, erklären Amtsvorsteher Friedrich Breuer und sein Vertreter Heinz Heidelberg.

„Bei uns ist noch nichts angekommen”, antwort die Führungsspitze des Finanzamtes Düren auf die Frage nach Auswirkungen des aktuellen Ankaufs einer Steuerdaten-CD aus der Schweiz. Bei früheren Aktionen dieser Art, so war zu hören, kamen auch aus dem Dürener Raum vereinzelt Selbstanzeigen.

„Für die ist noch Zeit”, betonen die Finanzexperten und verweisen darauf, dass der Datenabgleich mit den Steuererklärungen viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Sind die Taten erst entdeckt, ist eine Strafbefreiung aber nicht mehr möglich. Wer reinen Tisch machen will, dem rät die Finanzverwaltung, sich bei der Selbstanzeige der Hilfe eines Steuerberaters zu bedienen.

Doch nicht nur mit „dicken Fischen” beschäftigt sich das Dürener Finanzamt, sondern auch mit Rentnern. „Wir machen zwar keine Jagd auf Rentner”, erklärt der stellvertretende Amtsleiter Heinz Heidelberg. Aber auch das Finanzamt Düren hat mittlerweile mit der Überprüfung der Ruheständler begonnen, die bisher keine Steuererklärung abgegeben haben.

Dabei ist die Steuerpflicht für die Jahre von 2005 bis 2009 zu prüfen. Im Fall des Falles kann auch hier eine Selbstanzeige vor unangenehmen Folgen schützen. „Für die große Mehrheit der Rentner ergeben sich jedoch keine Auswirkungen”, hat Heidelberg festgestellt.

Wer seinen Lebensunterhalt nur aus einer Rente aus gesetzlicher Rentenversicherung bezieht und keine weiteren Einkünfte hat, wird in der Regel kaum Steuern zahlen müssen.

„Bei Auswertung der Rentenbezugsmitteilungen sind auch Erstattungsfälle aufgetreten”, berichtet Heidelberg. „Die Überprüfung kann sich also auch zu Gunsten der Rentner auswirken”. Informationen zum Thema im Internet unter www.fm.nrw.de/go/rente oder unter 01803/ 340030.
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