Kreis Düren - Erstmals seit Juli mehr Arbeitslose gemeldet

Erstmals seit Juli mehr Arbeitslose gemeldet

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Kreis Düren. Die konjunkturelle Abschwächung der Wirtschaft und saisontypische Entwicklungen brachten zum Jahresende die weitere Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt zum Stillstand.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Düren ist im Dezember erstmals seit Juli wieder leicht angestiegen.

Insgesamt waren im Berichtsmonat 9824 Menschen arbeitslos. Dies sind 224 oder 2,3 Prozent mehr arbeitslose Frauen und Männer als im November. Im Vergleich zum Dezember 2007 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 943 Personen oder 8,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2008 lag der Bestand an Arbeitslosen bei 10.239. In 2007 hatte er 12.398 betragen und ist somit um 2159 Personen oder 17,4 Prozent deutlich zurückgegangen.

„Trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Dezember ergibt die Jahresbilanz 2008 für den Arbeitsmarkt im Dürener Agenturbezirk ein positives Gesamtbild. Seit Jahresbeginn konnten nahezu monatlich sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnet werden”, erklärte Frauke Schwietert, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Düren.

Sie machte aber auch deutlich, dass sich ein weltweit anhaltender Abschwung 2009 auch auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken werde. „Wir müssen mit einem Beschäftigungsrückgang rechnen. Eine genaue Prognose hierzu lässt sich jedoch nicht abgeben.”

Nachhaltiger Rückgang?

Es gebe jedoch auch Indikatoren dafür, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit in 2008 und der Aufbau zusätzlicher Beschäftigung in der Region zum Teil nachhaltig sind. „Trotz großer Unsicherheit über Länge und Stärke der Rezession stemmen sich die Betriebe gegen die konjunkturelle Tristesse. Arbeitsplätze erhalten in einem schwierigen Jahr ist das Ziel vieler Unternehmen in der Region”, konstatierte Schwietert.

„Die Betriebe wissen, dass Fachkräfte rar sind und im Aufschwung nicht mehr beliebig vom Arbeitsmarkt rekrutiert werden können. Der Fachkräftebedarf ist auch relativ konstant geblieben”, erklärte Frauke Schwietert.

Bevor die Betriebe zu Entlassungen greifen, lasse sich mithilfe von Kurzarbeitergeld so manches Auftragstief durchstehen. Sollte der Arbeitsausfall nur vorübergehend sein, könne damit ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen teilweise vermieden werden.
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