Einblicke ins Tischlerhandwerk

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Die Tischler-Innung wirbt mit einem Informationsordner an Schulen für Nachwuchs.

Kreis Düren. Der Fachverband des Tischlerhandwerks NRW hat einen Berufsorientierungsordner für allgemein bildende Schulen entwickelt. Die ersten Exemplare „Tischler - Der kreative Beruf mit Zukunft” wurden jetzt übergeben.

Und zwar an den Obermeister der Tischler-Innung Düren-Jülich, Hermann-Josef Schwieren, und den stellvertretenden Obermeister der Tischler-Innung Euskirchen, Devid Hörnchen, an die Leiter und Berufswahlkoordinatoren von 19 Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus dem Kreis Düren und dem Kreis Euskirchen. In den nächsten Monaten sollen alle Haupt-, Real- und Gesamtschulen von diesem Tischlerprojekt profitieren.

„Viele Jugendliche wissen nicht genau, was sie in ihrem späteren Beruf erwartet. Für die Lehrer wird es aber immer schwieriger, sich über die Entwicklungen der Berufsbilder im Detail auf dem Laufenden zu halten”, erklärte Schwieren den Hintergrund. In dem Berufsorientierungsordner sind Unterrichtsmaterialien zum Tischlerhandwerk für die Klassen 8 und 9 zusammengestellt.

Die Schüler lernen, wie ein Tischler arbeitet und was er alles herstellt. Sie können selbst eine Küche planen und nach den Vorlagen des Ordners im Werkunterricht Stücke aus Holz herstellen, beispielsweise einen Tischkicker. Anhand praxisorientierter Aufgaben erfahren sie, welche Anforderungen ein Auszubildender im Tischlerhandwerk erfüllen muss.

Der 120 Seiten umfassende Ordner wurde unter Mithilfe von Lehrern entwickelt. „Ohne ihr Engagement wäre es nicht möglich gewesen, solch anspruchsvolle Unterrichtsmaterialien zu erstellen”, bedankte sich Schwieren stellvertretend bei den Anwesenden Lehrerinnen und Lehrer.

Die Information über das Berufsbild „Tischler” ist aber nur ein Aspekt des Projekts. Wichtiger ist Devid Hörnchen die Stärkung der Kontakte zwischen Innungen und Schulen: „Die Schulen bekommen den Ordner nicht einfach per Post zugeschickt, sondern ein Mitglied der Innung, beispielsweise der Obermeister oder der Lehrlingswart, wird den Ordner persönlich übergeben.” Dabei werden die Innungen den Schulen auch anbieten, dass Betriebsinhaber, Ausbilder oder Auszubildende in den Unterricht kommen und den Schülern den Beruf des Tischlers vorstellen. Auch die Zahl der Praktikumstellen für Schüler soll erhöht werden.
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