Kreis Düren - Die Arbeit im Plenum einmal hautnah erleben

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Die Arbeit im Plenum einmal hautnah erleben

Von: Jörg Abels
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Die CDU-Landtagsabgeordneten J
Die CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (r.) und Rolf Seel (Mitte) sind gespannt, wie sie von Carsten Vieth (2.v.r.) und Soner Icici (l.) beim Jugend-Landtag vertreten werden. Im vergangenen Jahr durfte Max Helbig im Plenum Platz nehmen. Foto: Abels

Kreis Düren. Politikverdrossen, desinteressiert - Vorurteile über die „Jugend von heute” gibt es viele. Auf Carsten Vieth und Soner Icici treffen sie nicht zu.

Der 19-jährige Abiturient der Heinrich-Böll-Gesamtschule aus und der ebenso alte Schüler des Berufskollegs Kaufmännische Schulen aus Birkesdorf wollen sich einmal persönlich davon überzeugen, was ein Landtagsabgeordneter eigentlich den ganzen Tag über so macht.

Die beiden JU-Mitglieder wurden von Josef Wirtz und Rolf Seel ausgewählt und dürfen beim vierten Jugendlandtag vom 14. bis 16. Juli nicht nur auf den Sitzen der beiden CDU-Abgeordneten aus dem Kreis Düren im Fraktionssaal und im Plenum des Düsseldorfer Landtags Platz nehmen, sie erleben auch drei Tage lang hautnah die Arbeit der Volksvertreter.

„Und die ist anspruchsvoller, als man denkt”, berichtet Max Helbig, der im vergangenen Jahr am Jugend-Landtag Rolf Seel vertreten durfte und die vierte Auflage in den vergangenen Wochen für seine Nachfolger mitorganisiert hat. Denn der Zeitplan ist eng gestrickt.

Kaum angekommen, gilt es für die Nachwuchs-Parlamentarier in spe bereits, bei der ersten Sitzung die Fraktionsspitze zu wählen.

Und wenn dann am zweiten Tag in den verschiedenen Fachausschüssen Fragen wie „Alkoholkonsum einschränken” oder „In der Schule mehr fürs Leben lernen” auf der Tagesordnung stehen, gilt es, Mehrheiten zu organisieren, „auch in vielen Gesprächen untereinander”, gibt Max Helbig seinen beiden Nachfolgern mit auf den Weg. Gänzlich unbeleckt sind die beiden jedoch nicht.

Carsten Vieth hat schon Land- und Bundestag besucht, Soner Icici in der Kreisgeschäftsstelle der CDU in die tägliche Arbeit vor Ort reinschnuppern dürfen. Und dabei wuchs bei Beiden das Interesse, mehr zu erfahren, das Zentrum der NRW-Politik einmal hautnah zu erleben.

Auf die zwei vorgegebenen Themen des Jugendlandtags haben sich die Jugendlichen bereits intensiv vorbereitet, schließlich wollen sie „ihre” Abgeordneten auch würdig vertreten, vor allem aber wollen sie mitreden können, wenn beispielsweise diskutiert wird, ob an Tankstellen nach 21 Uhr kein Alkohol verkauft werden soll oder generell nur noch in bestimmten Läden.

Selbstbewusst genug, ihre Meinung auch offensiv zu vertreten, sind beide. „Es wäre natürlich toll, auch einmal im Plenum vor 180 Mann sprechen zu können”, erklärt Carsten Vieth.

Doch das wollen alle, wie Max Helbig im vergangenen Jahr feststellen musste. Und der zeitliche Rahmen ist begrenzt. Schließlich soll der Jugendlandtag auch mit konkreten Ergebnissen enden, auf die auch Josef Wirtz und Rolf Seel gespannt sind.

Die Meinung der Jugendlichen wird in den kommenden Monaten auch auf ihrer Tagesordnung erscheinen. Überhaupt sind die beiden CDU-Politiker gespannt, wie sich ihre jungen Vertreter in Düsseldorf schlagen.

Eine im Parlamentsalltag kaum vorstellbares Verhalten legte im Übrigen Max Helbig 2010 an den Tag. Gegen die ablehnende Haltung seines „Fraktionsvorsitzenden” beantragte er im Plenum, die Sitzung mit dem Deutschland-Lied zu beenden und fand prompt Unterstützung. „Soweit sind selbst wir noch nicht”, schmunzelte Rolf Seel.

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