Der Wettbewerb um die Azubis hat begonnen

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Kreis Düren. „In einigen Bereichen, vor allem im gewerblich-technischen Sektor, ist der Markt bereits für die Unternehmen leergefegt.” Heinz Gehlen, Geschäftsführer der IHK Aachen bringt es auf den Punkt.

Mit Blick auf den demographischen Wandel und den Fachkräftebedarf der Zukunft hat auch im Kreis Düren der Wettbewerb um Azubis begonnen.

Der Ausbildungsmarktbericht der Agentur für Arbeit zeigt, dass Unternehmer im Kreis Düren wieder verstärkt ausbilden. Bis zum Stichtag 1. Oktober wurden allein der Agentur in den vergangenen zwölf Monaten 1519 Ausbildungsstellen gemeldet, 278 mehr als im Vorjahresvergleich.

Demgegenüber standen 2112 Bewerber, von denen nur 111 unversorgt blieben; denen bislang keine Lehrstelle öder Fördermaßnahme vermittelt werden konnte. Das ist ein Rückgang von 30 Prozent. Demgegenüber stehen noch immer rund 50 offene Stellen, die sofort besetzt werden könnten.

„Eine hohe Ausbildungsvergütung und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten reichen oft nicht aus, um Jugendliche für bestimmte Berufe zu interessieren”, weiß Claudia Steinhardt, Leiterin der Dürener Arbeitsagentur. Sie appelliert daher an die Jugendlichen, sich mit Unterstützung der Berufsberater auch abseits des Traumberufs zu orientieren.

Eine Gruppe haben IHK und Arbeitsagentur besonders ins Visier genommen: Realschüler, die es mit Fachoberschulreife traditionelle zu allererst Richtung weiterführende Schulen zieht. Sie hätten in aller Regel sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, und könnten sich auch später noch gezielt fortbilden, erklärt Friedhelm Rössler, Teamleiter der Arbeitsagentur. „Es muss nicht immer direkt der Weg ins Berufskolleg sein.” Und Heinz Gehlen kündigt für die IHK bereits an, mit einer Imagekampagne schon jetzt mit Blick auf die Zukunft gezielt um Realschüler buhlen zu wollen.

Denn schon jetzt ist klar: Nach dem Doppelabiturjahrgang 2013 gehen die Schülerzahlen im Kammerbezirk, aber auch im Kreis Düren rapide zurück, und der Druck auf die Unternehmen, geeignete Fachkräfte ausbilden zu können, wächst weiter.
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