Kreis Düren - Der Donnerstag ist Rucksacktag

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Der Donnerstag ist Rucksacktag

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Landrat Wolfgang Spelthahn (si
Landrat Wolfgang Spelthahn (sitzend, Mitte) erfuhr in der Mutter-Teresa-Grundschule in Düren, wie gut das Rucksackprojekt der RAA des Kreises Düren bei den Eltern der Erstklässler ankommt. Die Gruppe wird geleitet von Leyla Köller (sitzend, 2.v.l.).

Kreis Düren. Donnerstag ist Rucksacktag. Dann treffen sich Mütter und Väter von Erstklässlern morgens in der Mutter-Teresa-Grundschule in Düren, um ihren Rucksack für die Woche zu packen.

Sie erfahren, was ihre Kinder im Unterricht lernen werden und was sie zu Hause mit ihnen bearbeiten sollten. Auf Deutsch und in ihren Muttersprachen, also Türkisch, Russisch oder Arabisch. Dazu erhalten die Eltern spezielles Lernmaterial für ihren Rucksack.

Mal sind es Arbeitsblätter, die es zu vervollständigen gilt, mal Geschichten, die zu Ende erzählt werden sollen. Die Unterlagen greifen den aktuellen Schulstoff auf, darunter viel Alltags- und Sachwissen. Und sie regen zum Nachdenken und Sprechen an. Das ist ganz im Sinne der RAA Kreis Düren, die mit ihrem Projekt die Mehrsprachigkeit der Kinder durch die Elternarbeit fördern will. „Mein Sohn will dann immer besser und schneller sein als ich”, freut sich Serife Karaagaz über den Ehrgeiz, den ihr Yusuf Can zu Hause entwickelt.

Viel miteinander reden

Indem sie die Seiten gemeinsam durcharbeiten, reden sie viel miteinander, mal Türkisch, mal Deutsch. „Er lernt den Schulstoff und türkisch, ich dagegen verbessere mein Deutsch”, freut sich die Mutter. Leyla Köller leitet die Donnerstagsrunde in der Mutter-Teresa-Grundschule. Sie vermittelt den Eltern, wie sie ihre Kinder zu Hause anregen und fördern können: Wissen, Sprache, soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen, Konzentrationsfähigkeit - die Rucksackstunden sind gut investierte Zeit. Davon konnte sich Landrat Wolfgang Spelthahn überzeugen, als er die Gruppe jetzt besuchte, denn finanziert wird das Rucksackprojekt aus dem Kreisetat.

„Angesichts der rundum guten Erfahrungen sollten wir das Projekt künftig auch an anderen Schulen im Kreis Düren anbieten”, lautete sein Fazit. Dem stimmte Yousef Momen, Vorsitzender des RAA-Fördervereins zu, dessen Anliegen es ist, Kindern aus Zuwandererfamilien das Tor zur Bildung und zur Teilhabe an der Gesellschaft aufzustoßen.
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