„car2gether” wird auf Kreis Düren ausgedehnt

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Auto und Mobiltelefon gehen ei
Auto und Mobiltelefon gehen eine Verbindung ein. Hans Martin Steins (v.l.), Ralf Ander, Wolfgang Spelthahn und Helmut Etschenberg stellten „car2gether” vor, das nun auf den Kreis Düren ausgeweitet wird.

Kreis Düren. Wörtlich übersetzt würde man von „Autozusammen” sprechen: „Car2gether” lautet der Name eines Pilotprojekts, das seit Oktober 2010 in der Städteregion Aachen erprobt und nun auf den Kreis Düren ausgedehnt wird.

Statt wie so häufig allein zu fahren, sollen sich Menschen von Fall zu Fall zusammentun, um ein Auto zu nutzen. Zusammenfinden sie per Internet. Das Portal http://www.car2gether.com ist ein virtueller Marktplatz. Autofahrer bieten ihre freien Sitzplätze an, Autolose stellen ihren konkreten Beförderungswunsch ein. Kommt eine Fahrgemeinschaft zustande, entlastet das beide Geldbeutel und schont die Umwelt.

Klassische Mitfahrzentrale

Im Grunde ist „car2gether” die klassische Mitfahrzentrale. Die man allerdings als App auf seinem Smartphone in der Jackentasche trägt, so dass man jederzeit agieren oder reagieren kann. Und das macht das neue Angebot, das die Stuttgarter Daimler AG und die Scientific Computers GmbH aus Aachen entwickelt haben, so vielversprechend.

Seit Einführung Ende des vergangenen Jahres haben sich in der Städteregion knapp 2000 Menschen als Nutzer in dem Internetportal registrieren lassen. Ein gelungener Einstieg, wie Ralf Ander von Scientific Computers betonte.

Aktionsradius bis an den Rhein

Über Empfehlungen in sozialen Netzwerken wie Facebook soll das Angebot nun weitere Kreise ziehen. Einzelfahrten werden ebenso angeboten und nachgefragt wie Serienfahrten, etwa von Berufspendlern. Der Aktionsradius reicht bis Köln und Düsseldorf.

Die Nutzung des Portals ist in der Pilotphase gebührenfrei, das Beförderungsentgelt können beide Partner frei vereinbaren. „Wir schlagen neun Cent pro Minute Fahrzeit vor”, erklärt Ander. Später soll die Bezahlung bargeldlos möglich sein.

Findet sich kein freier Beifahrersitz, erhält man alternativ Vorschläge für Bus und Bahn. Auch zur Taxizentrale kann man sich verbinden lassen.

Nun wird das Pilotprojekt auf den Kreis Düren ausgeweitet. Landrat Wolfgang Spelthahn sieht in der Kombination von Automobil und Mobiltelefon großes Potenzial, vor allem für den ländlichen Raum. „Mit intelligenten Systemen wie diesem können wir viele unserer Mobilitätsprobleme lösen”, hofft er auf eine große Resonanz. Auch für Auspendler sieht er neue Chancen. Vergleichbar der Städteregion werden auch die Dürener Kreisbahn und die Rurtalbahn in das Projekt einbezogen und dafür werben. Zudem werden die Bürgermeister umfassend informiert und um Unterstützung gebeten. In der Städteregion habe „car2gether” viele Befürworter gefunden, berichtete Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „Wir wollen es sogar auf Holland und Belgien ausdehen und so zu einem kleinen Labor für Europa werden.”
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