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Bündnis plant Demo gegen AfD-Treffen im Brauhaus

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Zu einer Infoveranstaltung mit einem ihrer beiden Bundessprecher lädt die AfD Dienstag ins Brau- und Gästehaus „Gaffel Häusgen“ ein. Foto: ja
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Kommt nach Hambach: Jörg Meuthen, Co-Chef der AfD. Foto: dpa

Hambach/Kreis Düren. Dieser Termin birgt Zündstoff. Der Kreisverband Düren der Alternative für Deutschland (AfD) kündigt auf seiner Internetseite an, dass am kommenden Dienstag, 21. Februar, mit Jörg Meuthen einer der beiden Bundessprecher der rechtspopulistischen Partei für eine offene Informationsveranstaltung in den Kreis Düren kommt.

Einlass sei ab 18 Uhr. Nur den Hinweis auf den Veranstaltungsort bleibt die AfD schuldig. Der werde „aus bekannten Gründen erst kurz vorher bekanntgegeben“, heißt es. In der Vergangenheit gab es auch in Düren immer wieder Proteste gegen AfD-Treffen. Und seit Tagen ebben in Köln die Proteste gegen den für Mitte April im dortigen Maritim-Hotel geplanten Bundesparteitag nicht ab. Diverse Gruppen, unter anderem zahlreiche Karnevalskünstler, rufen zum Protest auf.

Wie unsere Zeitung erfahren hat, findet die Veranstaltung am kommenden Dienstag im Brau- und Gästehaus „Gaffel Häusgen“ in Hambach statt. Die Dürener Polizei bereitet sich schon auf einen größeren Einsatz vor, auch wenn ihr eine offizielle Anmeldung für eine Demonstration gegen das AfD-Treffen am Donnerstag noch nicht vorlag, wie Sprecherin Ingrid Königs auf Nachfrage erklärte.

Die aber wird kommen. Gegenüber unserer Redaktion kündigte Gunter Derichs, Sprecher des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, an, auf jeden Fall zur Gegendemonstration aufrufen zu wollen. Einzelheiten wollte das Bündnis bei einer Arbeitskreissitzung am Donnerstagabend besprechen. Schon vor der Jahreshauptversammlung des Bündnisses im vergangenen Oktober hatte Derichs im Interview erklärt, das Hauptaugenmerk im Wahljahr auf die AfD zu legen, „die aus unserer Sicht ein Sammelbecken rechtsextremistischer und rechtspopulistischer Strömungen ist“.

Darüber hinaus hat auch die Dürener Antifa-Gruppe für Dienstag bereits Protest angekündigt. Sie schreibt auf ihrer Homepage: „Wenn Jörg Meuthen ins Rheinland nach Düren kommt, kommen wir auch!“

Derweil verteidigt Brauhaus-Besitzer Dirk Häusgen die Vermietung des 250 Personen fassenden Saals seiner Gaststätte an die rechtspopulistische Partei: „Wir verhalten uns politisch neutral und sehen keinen Grund, eine demokratisch legitimierte und zugelassene Partei auszuschließen“, erklärte Häusgen. Ob das jetzt negative Auswirkungen auf das künftige Geschäft seines Hauses haben werde, „kann ich nicht beurteilen“.

Die Maritim-Kette hat nach den nicht abebben wollenden Protesten in Köln derweil Konsequenzen gezogen. In einer Pressemitteilung erklärt die Hotelkette, dass die aktuellen Proteste gegen das Maritim Hotel Köln und die Maritim Hotelgesellschaft Anlass seien, „sich deutlich von der aktuellen politischen Ausrichtung und Gesinnung der AfD zu distanzieren. Deshalb werden die Maritim Hotels gegenwärtig keine weiteren Räumlichkeiten an die AfD vergeben“.

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