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Bistumsregion Düren spricht über die Zukunft der Gemeinden

Von: ch
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Gab den Teilnehmern des Regionaltages Impulse für ein zeitgemäßes Gemeindeleben: Professor Reinhard Feiter aus Münster. Foto: ch

Kreis Düren. Sie kamen aus Linnich, Langerwehe, Nideggen, Düren und anderen Orten: Rund 70 Haupt- und Ehrenamtler aus der Bistumsregion Düren trafen sich zum Regionaltag in der Anne-Frank-Gesamtschule Mariaweiler.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Treffens, das vom Münsteraner Pastoraltheologen und ehemaligen Mitarbeiter des früheren Aachener Bischofs Klaus Hemmerle, Reinhard Feiter, und Thomas Toennessen, Theologe und Mitarbeiter im Büro der Regionaldekane, gestaltet wurde: „Doch du bist reich!”

Den Reichtum machen, wie Reinhard Feiter verdeutlichte, die Menschen aus, die bereit sind, vor Ort der Kirche Gestalt und Gesicht zu geben. Fern davon entfernt, über die Köpfe seiner Zuhörer hinweg zu dozieren, wurde das Gesagte immer wieder in Kleingruppen vertieft.

Dabei bewies der Gast immer wieder Mut zu kontroversen, ja sogar provozierenden Äußerungen - zum Beispiel zu dieser: „Ich bin kein Gegner von Fusionen”, um wenig später versöhnlich anzuschließen: „Aber ich bin ganz unbedingt dafür, dass es innerhalb der Großstrukturen eine Vielzahl von Gemeinden gibt.”

Feiter versuchte immer wieder, seine Vorstellungen im Austausch mit den Teilnehmern zu entwickeln. Vor Ort für Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie einzustehen: Das mache Gemeinde wesenhaft aus, bemerkte der Professor in seinem Fazit.

Wichtig sei das Miteinander, das sich tragen mit allen Möglichkeiten und Begrenztheiten: „Gemeinden leben in der Koinonia mit Anderen und in dem Wissen, dieser Anderen bedürftig zu sein.” Wachheit und feines Gespür für Begabungen seien ebenso wichtig: „Die Charismen in der Gemeinde wahr zu nehmen und zu unterscheiden”, sei nicht zuletzt dann wichtig, wenn es um die Einteilung von Ämtern und Diensten gehe. Damit es da nicht zur Bildung von persönlichem Besitzstand komme, sollen nach Vorschlag Feiters diese Funktionen für maximal zwei Mal drei Jahre vergeben werden.

Zufrieden mit dem Treffen äußerte sich in seinem Schlusswort Regionaldekan Hans Otto von Danwitz: „Der Regionaltag sollte uns Mut machen, das, was uns am Herzen liegt, auch einzubringen.” Die Zusammenkunft sei dieser Zielsetzung rundherum gerecht geworden, resümierte er.
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