Düren - Bessere Zukunftsperspektiven für Jugendliche gefordert

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Bessere Zukunftsperspektiven für Jugendliche gefordert

Von: kw
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Reges Interesse auf dem Düren
Reges Interesse auf dem Dürener Marktplatz: Ein Vertreter der IG Metall im Gespräch mit Dürener Bürgern.

Düren. „Arbeit sicher und fair”: Unter diesem Leitspruch steht die Roadshow der IG Metall, die jetzt auf dem Marktplatz in Düren gastierte. Noch bis Oktober tourt die Roadshow durch Deutschland und macht in insgesamt 100 Städten Station.

IG-Metall-Vertreter informieren die Bürger über ihre Kampagne, mit der sie sich für sichere und faire Arbeit in der jungen Generation einsetzen. „Wir wollen die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass trotz Aufschwung viele Jugendliche noch keinen Ausbildungsplatz haben”, erklärt Volker Kohlisch, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall Düren. „Selbst diejenigen, die einen Ausbildungsplatz haben, werden oft nicht unbefristet übernommen und haben nur einen geringen Verdienst.”

Eine Problematik, die für die Gewerkschaft vor allem Fragen zur Lebensplanung der Jugendlichen hervorruft: Welche Zukunft hat die Jugend? „Viele Auszubildenden wollen zu Hause ausziehen”, spricht Kohlisch einen weit verbreiteten Wunsch an. „Doch vielen fehlt einfach das Geld, um diesen Schritt zu machen.” Um den Auszubildenden nun noch besser helfen zu können, besucht die Gewerkschaft nach den Sommerferien die Betriebe im Kreis Düren, die von der IG Metall unterstützt werden. Es soll eine Art „Betriebsscheck” durchgeführt werden: In Gesprächen mit den Auszubildenden, den Betriebsräten und der Geschäftsleitung soll herausgefunden werden, ob die Ausbildung ausreichend ist oder Schwachstellen aufweist, ob die Auszubildenden zufrieden sind und welche Zukunftsperspektiven sie in ihrem Ausbildungsbetrieb haben. „Wenn Schwächen und Probleme auftreten, versuchen wir, einen gemeinsamen Lösungsansatz zu finden”, erklärt Kohlisch das Vorgehen im weiteren Verlauf der Kampagne.

Als langfristige Strategie sollen unterstützend Tarifverträge ausgebaut werden. Die schnelle Hilfe und Unterstützung von der IG Metall bei Problemen im Betrieb wird auch von Auszubildenden im Kreis Düren begrüßt. „Uns gefällt das Engagement der IG Metall und dass dabei unsere Interessen zum Beispiel im Bezug auf Übernahmen und Tarifverträge vertreten werden”, sagten die Auszubildenden Daniel Schiele und Mario Ramacher, die die Roadshow ehrenamtlich unterstützten.

Volker Kohlisch war mit der Aktion auf dem Dürener Marktplatz sehr zufrieden: „Die Roadshow ist von der Bevölkerung, besonders auch von der jungen Generation, sehr gut angenommen worden.” Die Forderung nach besseren Zukunftsperspektiven für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist in Düren wohl nicht auf taube Ohren gestoßen.
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