Beitrag soll auch künftig konstant bleiben

Von: kel
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Kreis Düren. Auf 71 Seiten dokumentiert der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) seine Arbeit im Jahr 2010. Den Bericht kommentierten bei der Vorstellung Vorstand Professor Dr. Wolfgang Firk, Finanzdezernent Günter Schumacher und Dürens Bürgermeister Paul Larue in seiner Funktion als Vorsitzender des Verbandsrates.

Besonderen Wert legte das Trio auf die Feststellung, dass die Summe der Beiträge mit rund 131 Millionen Euro ein weiteres Jahr konstant gehalten wurde. Damit hat es seit 2004 keine Erhöhung dieser Summe mehr gegeben.

Die Verantwortlichen sind stolz darauf, in ihren Prognosen auch bis 2013 diese Beitragskonstanz vorhersagen zu können. „Da wir mit unseren Mitgliedern projektbezogen abrechnen, kommt es natürlich vor, dass der Einzelne durchaus einmal mehr beitragen muss als andere. In der Summe jedoch ist dies eine ausgesprochen positive Entwicklung”, betonte Professor Firk.

Auf dem Weg zu kostengünstigen Lösungen beschränkt sich der WVER nicht nur auf die Suche nach den technisch besten Wegen, sondern hat auch seine Organisationsstrukturen permanent überprüft. Eine Optimierung des Kreditmanagements erreichte der WVER mit Maßnahmen der eigenen Organisation sowie der Zusammenarbeit mit externen Beratern.

Als Beispiel führte der Vorstand auf, dass die Umorganisation des Bereichs „Betrieb von Abwasseranlagen” weiter voranging. Die Instandhaltung wurde zentralisiert, von vorher neun Betriebsbereichen blieben nur vier übrig, und die 42 sogenannten Meisterbereiche wurden in 27 zusammengefasst.

„Unsere 44 Kläranlagen laufen zu 75 Prozent der Zeit ohne Personalbedarf, wobei aber jederzeit sichergestellt ist, dass wir bei eventuellen Störungen sofort reagieren können”, resümierte Firk. Insgesamt zählte der Verband im Dezember 2010 530 Mitarbeiter, in der Hauptsache Ingenieure, Techniker und Facharbeiter.

Exemplarisch für den sensiblen Umgang mit Investitionskosten führte Firk die Entscheidung zur Stilllegung der Kläranlage in Titz-Hompesch an. Diese sollte eigentlich überarbeitet werden, doch stellte es sich heraus, dass die Stilllegung kostengünstiger war. Die Überleitung der Abwässer durch eine entsprechende Leitung zur Kläranlage Jülich, bei der es noch Freikapazitäten gab, verringert die Gesamt-Investitionskosten und sorgt außerdem für eine bessere Ausnutzung der Jülicher Anlage.

Ein Meilenstein im Berichtsjahr war der Abschluss der mehrjährigen Baumaßnahmen an der Kläranlage Düren. Nachdem die neuen Faulbehälter, der Gasbehälter und das Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen wurden, deckt die Anlage ihren Energiebedarf weitgehend selbst.

„Durch die Ersparnis beim Stromkauf amortisiert sich der Bau gebührenneutral und durch die Abkoppelung von steigenden Energiepreisen wirkt er sich auch beitragsstabilisierend aus”, zog Firk ein zufriedenes Fazit. „Für die Zukunft streben wir an, alle Kläranlagen auf ähnliche Weise Energie-autark zu machen.”

Die Sicherheitsüberprüfung und Instandhaltung der sechs Talsperren sowie der Hochwasserschutz waren wie in jedem Jahr weitere wichtige Arbeitsbereiche. In diesem Zusammenhang arbeitete der WVER auch weiter mit an der Erstellung von Hochwasseraktionsplänen und Hochwassergefahrenkarten, die von Überschwemmungen gefährdete Stellen identifizieren und so auch dem Katastrophenschutz wichtige Informationen liefern.

Zudem ist der WVER in europäische Projekte eingebunden, in deren Rahmen die Mitarbeiter grenzüberschreitende Gewässer beobachten. Hier wie in der gesamten Arbeit zeigte sich im vergangenen Jahr, wie gut die ebenfalls optimierte Computergesteuerte Arbeit in der Verwaltung des WVER funktioniert.
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