Auswirkungen der Braunkohleförderung: Ästhetik und Sprachlosigkeit

Von: sj
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Alexander Bernhard stellte seinen Bildband, der über die Auswirkungen der Braunkohleförderung und Braunkohleverstromung aufmerksam machen möchte, in Düren vor. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Strom kommt aus der Steckdose, oder? Dass es nicht ganz so einfach ist, war auch Alexander Bernhard immer klar. Doch welche Auswirkungen die Braunkohleförderung und die Braunkohleverstromung in NRW haben, sei ihm erst im Rahmen seiner Abschlussarbeit voll bewusst geworden, sagt der 31 Jahre alte Designer aus Köln.

Für seine Diplomarbeit hat er recherchiert, fotografiert, Grafiken erstellt und Texte verfasst. Das Ergebnis liegt als Bildband vor. Sein Werk „- 450 m“ hat er auf Einladung der Landtagsangeordneten Gudrun Zentis im Kreisbüro der Grünen am Dürener Friedrich-Ebert-Platz vorgestellt.

„Wer in Köln lebt, sieht die Kraftwerke am Horizont“, sagt er. Die Dimensionen der Tagebaue und die Umsiedlungen bekomme man aber „nur wenige Kilometer davon entfernt“ nicht mit. Und das, obwohl Diskussionen zur Energie zu seinem Leben gehören. Sein Vater arbeitet für die Atomwirtschaft, seine Mutter in einem Bioladen. „Bei uns wurde viel diskutiert“, sagt er augenzwinkernd.

Von der „kathedralenhaften Ästhetik“ der Kraftwerke bis zur „Sprachlosigkeit“ angesichts der Umsiedlungen zeigt sein Bildband Einblicke in das Rheinische Braunkohlenrevier.

„Ich stehe hier nicht als Politiker“, sagt Bernhard. Er wolle vielmehr die Problematiken aufzeigen und ein Bewusstsein für das Thema schaffen, den eigenen Stromverbrauch kritisch zu hinterfragen. „Mit einem Blick werden die Auswirkungen der Braunkohleförderung sichtbar“, empfahl Gudrun Zentis das Buch zur Lektüre. Es rege zum Nachdenken an.

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